| A-E |
| Absicherung |
Um Verluste bei negativer Marktentwicklung zu vermeiden oder Risiken zu reduzieren, setzt das Fondsmanagement geeignete Finanzinstrumente ein. Die schwankenden Kurse von Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und Devisen werden z. B. mit Hilfe von Futures, Optionen und Swaps abgesichert.
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| Agio |
Das Agio ist die Differenz zwischen dem Nennwert eines Wertpapiers und dem tatsächlich zu zahlenden, höheren Kurs. Meist wird das Aufgeld als Prozent-Wert ausgedrückt.
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| Aktienfonds |
Die Direktanlage in einzelne Aktien bietet bei der Dynamik der internationalen Börsen zwar hohe Gewinnchancen, aber auch große Risiken. Wenn Chancen und Risiken verteilt werden sollen, sind Aktienfonds die unkomplizierte Alternative oder Ergänzung: die Mischung von aussichtsreichen Wertpapieren mehrerer Unternehmen. Die Streuung vermindert das Risiko, denn sinkende Aktienkurse einzelner Gesellschaften können durch andere Gesellschaften, deren Wert steigt, ausgeglichen werden. Das Prinzip von Aktienfonds ist also ganz einfach: Wertpapiere verschiedener Unternehmen werden zu einem gemeinsam verwalteten Fonds zusammen gefasst. Für die Analyse des Marktes, die Zusammensetzung und den Kauf und Verkauf zum richtigen Zeitpunkt ist ein professionelles Management zuständig. Der Gewinn ergibt sich aus der Summe der einzelnen Kurswerte im Fonds. Bei Aktienfonds können Sie zwischen verschiedenen Anlageschwerpunkten wählen: zum Beispiel Fonds, die ausschließlich in Aktien einer bestimmten Branche, eines bestimmten Landes, bestimmter Regionen oder in Aktien eines bestimmten Börsenindex investieren.
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Aktives Fondsmanagement (Gegenteil: Passives Fondsmanagement) |
Dieser Investment-Ansatz geht davon aus, dass eine Fondsgesellschaft durch ihr professionelles Analyse- und Bewertungswissen in der Lage ist, fehlbewertete Titel rechtzeitig zu erkennen und zu kaufen bzw. zu verkaufen, bevor der breite Markt darauf reagiert und der Kurs sich entsprechend anpasst. Dazu werden durch den Fondsmanager oder Analysten einerseits die Zahlen eines Unternehmens sehr genau analysiert, andererseits wird in Einzelgesprächen die Unternehmensleitung über die augenblickliche wirtschaftliche Situation, die Strategie und den Ausblick für das Unternehmen befragt. Über aktiv verwaltete Fonds können Anleger auch in Wirtschaftsbranchen oder Zukunftsthemen investieren, für die es derzeit keine gängigen Indizes gibt.
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Allgemeine Vertragsbedingungen |
Die Allgemeinen Vertragsbedingungen regeln das Rechtsverhältnis zwischen Anleger und Kapitalanlagegesellschaft (KAG) und gelten für alle Publikumsfonds der KAG jeweils in Verbindung mit den "Besonderen Vertragsbedingungen" der einzelnen Fonds.
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| Alphafaktor |
Das Alpha steht für die sogenannte risikobereinigte Performance eines Anlagefonds, also jenen Teil der Performance, welcher nicht mit der Marktbewegung und dem Marktrisiko erklärt werden kann. Es dient der Beurteilung der Leistung eines Fondsmanagers.
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| Anlagegrundsätze |
siehe Anlagepolitik
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| Anlagehorizont |
Anleger verbinden ihre Investitionsentscheidung mit einem zeitlichen Ziel. Der Anlagehorizont bezeichnet dabei die voraussichtliche Dauer des Investments. Unterschieden wird nach kurzfristig (Anlagen bis zu zwei Jahren), mittelfristig (Anlagen zwischen zwei und fünf Jahren) und langfristig (Anlagen zwischen fünf und zehn Jahren oder länger).
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| Anlagepolitik |
Die Anlagepolitik definiert die Rahmenbedingungen bzw. die Schwerpunkte für das Investment eines Fonds. Das Anlageuniversum wird eingegrenzt, indem beispielsweise Länder oder Regionen (Euroland, Emerging Markets etc.), Marktsegmente (Standardwerte, Neuer Markt, etc.) und Wertpapierarten (Aktien- oder Rentenfonds) verbindlich festgelegt werden. Ist diese Rahmenbedingung geschaffen, wird sie durch das Fondsmanagement im Detail umgesetzt (siehe Asset Allocation). Angaben über die Anlagepolitik eines Fonds findet man im jeweiligen Verkaufsprospekt.
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| Anteilschein |
Anteilscheine (= Investmentanteile, -zertifikate) sind Wertpapiere die die Ansprüche gegenüber der Kapitalanlagegesellschaft verbriefen. Damit ist das Miteigentum am Fondsvermögen dokumentiert. Anteilscheine haben keinen Nennwert, sondern lauten auf eine bestimmte Stückzahl Anteile (z.B. 1, 10, 100, 500 oder 1000 Anteile).
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| Anteilwert |
Der Anteilwert ergibt sich aus der Teilung des gesamten Fondsvermögens durch die Zahl der umlaufenden Anteile. Bei Publikumsfonds wird der Anteilwert börsentäglich von der Depotbank unter Aufsicht der Kapitalanlagegesellschaft (KAG) ermittelt. Der Anteilwert ist identisch mit dem Rücknahmepreis, zu dem die KAG Fondsanteile zurücknimmt. Er wird zusammen mit dem Ausgabepreis veröffentlicht. Der Ausgabepreis ergibt sich aus der Summe von Anteilwert plus Ausgabeaufschlag und wird ebenfalls börsentäglich veröffentlicht.
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Arbeitnehmer- Sparzulage |
Staatliche Förderung von Vermögen Jeder Arbeitnehmer kann vermögenswirksam anlegen bzw. sparen (siehe vermögenswirksame Leistungen, auch VL abgekürzt). Dabei werden Anlagen in Aktienfonds und Bausparverträge gefördert. Der Anleger erhält für seine vermögenswirksamen Leistungen, die in der Regel der Arbeitgeber zahlt, eine staatliche Arbeitnehmer-Sparzulage. Das zu versteuernde Einkommen darf jedoch maximal 17.900 Euro bei Ledigen bzw. 35.800 Euro bei zusammen veranlagten Ehegatten betragen. Die Arbeitnehmer-Sparzulage ist im Rahmen der Steuererklärung zu beantragen.
Und so geht´s. Die Investmentgesellschaften erstellen für ihre VL-Anleger eine Bescheinigung über die eingezahlten vermögenswirksamen Beiträge, die mit der Steuererklärung beim Finanzamt eingereicht wird. Ausgezahlt werden die gewährten Zulagen komplett mit Ablauf der Sperrfrist an die Investmentgesellschaft bzw. das Kreditinstitut, das die VL-Depots führt. Die Sperrfrist beträgt sieben Jahre und beginnt mit dem 1. Januar des Jahres, in dem der Sparplan abgeschlossen wird. Es muss über sechs Jahre mindestens einmal jährlich eingezahlt werden.
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| Asset Allocation |
Asset Allocation bezeichnet die Verteilung der Werte eines Portfolios auf verschiedene Anlagemöglichkeiten. Die Investition kann z.B. auf verschiedene Asset-Klassen (Aktien oder Renten), Länder oder Branchen aufgeteilt werden.
Asset Allocation hat zum Ziel, die Rendite eines Portfolios zu optimieren und die Risiken zu minimieren. Die kluge Auswahl der Wertpapierarten und Länder sowie deren Gewichtung bestimmt den Ertrag des Portfolios.
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| Ausgabeaufschlag |
Die einen sagen Ausgabeaufschlag, die anderen Agio. Gemeint ist die Gebühr, die über den Anteilwert des einzelnen Papiers hinausgeht (Differenz zwischen Ausgabepreis und Rücknahmepreis). Die Gebühr dient in erster Linie zur Deckung der Vertriebskosten. Denn ohne Vertrieb wären zum Beispiel die Informationen über die Fonds nicht verfügbar.
Der Ausgabeaufschlag wird als Prozentsatz auf Basis des Rücknahmepreises oder des Anlagebetrags berechnet. Die Höhe des Ausgabeaufschlags hängt im Wesentlichen von der Art des Fonds und seinem Anlageschwerpunkt ab. Manche Kapitalanlagegesellschaften (KAG) berechnen - je nach Anlagebetrag - gestaffelte Ausgabeaufschläge.
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| Ausgabepreis |
Den Preis, zu dem der Anleger einen Fondsanteil (siehe Anteilschein) kaufen kann, bezeichnet man als Ausgabepreis. Dieser Preis wird aus der Summe von Anteilwert + Ausgabeaufschlag gebildet. Der Ausgabepreis wird in der Regel börsentäglich ermittelt und veröffentlicht.
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Ausländische Quellensteuer |
In verschiedenen Ländern unterliegen die Erträge von Wertpapieren einer Quellensteuer. Diese Steuer auf Zinsen und Dividenden wird direkt von den Kreditinstituten an die Finanzämter abgeführt. Investmentfonds, die in solchen Ländern investiert sind, erhalten die Erträge gemindert um diese Quellensteuer. Der Fonds kann die im jeweiligen Ausschüttungsland (siehe Ausschüttung) einbehaltene Quellensteuer nicht anrechnen.
Über die einbehaltene anrechnungsfähige Steuer wird den Anlegern eine Bescheinigung ausgestellt. Die Anleger können sich damit im Rahmen ihrer Steuerveranlagung - einzutragen in die Anlage AUS - die auf die ausländischen Bruttoerträge einbehaltene Quellensteuer anrechnen lassen bzw. die Quellensteuer bei der Ermittlung des Gesamtbetrags ihrer Einkünfte auf Wunsch abziehen lassen. Eine Erstattung auf Grund eines Freistellungsauftrags oder einer Nichtveranlagungs-Bescheinigung ist nicht möglich.
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| Ausschüttende Fonds |
Nach Beendigung des Geschäftsjahres des Sondervermögens (Fonds) werden die dem Fonds zugeflossenen ordentlichen und evtl. auch ein Teil der außerordentlichen Erträge an die Anteilinhaber ausgeschüttet (Ausnahme: thesaurierende Fonds).
Ordentliche Erträge setzen sich bei Wertpapierfonds aus Dividenden und / oder Zinsen zusammen. Die außerordentlichen Erträge enthalten vor allem Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren. Die Ausschüttungen werden in der Basiswährung des Fonds je Anteil festgesetzt.
Der Anteilpreis eines Investmentfonds vermindert sich am Tag der Ausschüttung - bei einer gleichbleibenden Anzahl von Anteilen - um den entnommenen Betrag. Die Ausschüttungen werden im Rechenschaftsbericht, im Bundesanzeiger sowie in der Tagespresse veröffentlicht. Siehe auch: Thesaurierende Fonds.
Die Ausschüttung eines Investmentfonds setzt sich aus dem zinsabschlagsteuerpflichtigen Anteil, sonstigen Erträgen und der Körperschaftsteuergutschrift (bei deutschen Fonds mit inländischen Aktien) zusammen.
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Ausschüttungsgleicher Ertrag |
siehe Thesaurierung
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| Auszahlungsplan |
siehe Entnahmeplan
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| Baisse |
Unter Baisse versteht man mittlere bis längere Zeit anhaltende, starke Kursrückgänge an der Börse. Dieser Rückgang kann alle Märkte oder nur Teilmärkte betreffen.
Das Gegenteil wird als Hausse bezeichnet.
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| Barausschüttung |
Die Ertragsausschüttung eines Investmentfonds kann aus Anlegersicht durch steuerliche Vorwegabzüge (z.B. durch Zinsabschlagsteuer) gemindert werden. Es muss daher zwischen der Gesamtausschüttung und der Barausschüttung unterschieden werden. Die Barausschüttung ist der Betrag, der dem Anleger abzüglich der Steuern gutgeschrieben wird.
Bei Vorlage eines Freistellungsauftrags oder einer Nicht-Veranlagungs-Bescheinigung (NV-Bescheinigung) erhält der Anleger die Gesamtausschüttung.
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| Barreserve |
Es ist immer gut, Rücklagen zu halten - um jederzeit richtig reagieren zu können. Deshalb kann ein Teil des Fondsvermögens oft in Bankguthaben oder Geldmarktpapieren gehalten werden. Auf diese Weise können Anlagechancen flexibel genutzt werden. Auch das Bedienen von Anteilrückgaben ist damit gesichert.
Die Höhe der Liquidität wird durch die Vertragsbedingungen begrenzt. Diese sind im Verkaufsprospekt festgehalten. Weitere Einflüsse sind der Ausschüttungstermin, die Anteilrückgaben und die Börsensituation. Laut KAGG darf ein Fonds - außer kurz nach Auflage - höchstens 49 Prozent Liquidität halten.
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| Benchmark |
Die Benchmark ist ein Vergleichsmaßstab zur Messung des Anlageerfolgs. Sie definiert ein Vergleichs- bzw. Referenzportfolio, anhand dessen die Wertentwicklung des tatsächlichen Portfolios bewertet werden kann.
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| Berichterstattung |
Transparenz zählt zu den wesentlichen Voraussetzungen einer Investition. Zur Information der Anleger wird von Investmentfonds regelmäßig zum Geschäftsjahresende ein ausführlicher Rechenschaftsbericht mit folgenden Informationen für jeden Fonds erstellt: Entwicklung des jeweiligen Wertpapiermarktes, die Ausschüttung mit steuerrelevanten Daten und die Anlagepolitik des jeweiligen Fonds. Darüber hinaus erscheint zur Mitte des Geschäftsjahres für jeden Fonds ein Halbjahresbericht.
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| Betafaktor |
Der Betafaktor ist ein Maß für die Reagibilität eines Kurses auf Markttrends. Der Betafaktor tendiert zu Werten um 1 herum. Eine Aktie mit einem Betafaktor von 1,5 lässt eine Kurssteigerung von ca. 15 % erwarten, wenn der Marktindex um 10 % steigt. Betafaktoren unter 1 halten sich damit in der Baisse besser, bringen aber in der Hausse weniger Gewinn (et vice versa) und werden in der Regel von eher konservativen Anlegern bevorzugt.
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Blue Chips (= Standardwerte) |
Als Blue Chip bezeichnet man die Aktien von internationalen Unternehmen, deren Ertragsstärke und Marktkapitalisierung sich auch in ihrer Bedeutung für die Börse widerspiegeln. Blue Chips haben einen wesentlichen Anteil am gesamten Börsenumsatz. Ihre Kurse gehen in die Berechnung der gebräuchlichen Indizes ein. Im Deutschen Aktienindex (DAX ® ) sind beispielsweise die 30 größten deutschen börsennotierten Unternehmen enthalten. Siehe auch: Nebenwerte.
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| Bond |
siehe festverzinsliches Wertpapier
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| Bonität |
Wo es um Kredite geht, steht die Zahlungsfähigkeit des Schuldners im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Dies gilt auch im Investmentbereich für die Emittenten von Anleihen. Deren Bonität unterliegt ständiger Beurteilung. Diese Beurteilung heißt Rating.
Bei Anleihen hat die Bonität entscheidenden Einfluss auf die Höhe des Zinssatzes, den die Emittenten zahlen. Schwellenländer zahlen in der Regel höhere Zinsen auf ihre Anleihen. Wenn das Fondsvermögen aus Anleihen besteht, wird die Bonität als Kriterium der Investition besonders wichtig.
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| Branchenfonds |
Jede Zeit hat ihre Schlüsselindustrien, die für die Gesamtkonjunktur eine besondere Rolle spielen. Branchenfonds konzentrieren sich auf diese Industrien oder Dienstleister und investieren zum Beispiel in die Wertpapiere von Logistik-, Biotechnologie- oder Technologieunternehmen. Anleger profitieren dabei von den Wachstumschancen zukunftsorientierter Branchen, ohne die Risiken einer Einzelanlage einzugehen. Eine branchenübergreifende Streuung des Risikos findet dabei nicht statt. In Europa entsteht über die Landesgrenzen hinaus ein einheitlicher Wirtschaftsraum. Die großen Unternehmen treten darüber hinaus auch als Global Player auf. Aus diesem Grund gewinnen Branchenfonds gegenüber Länderfonds zunehmend an Bedeutung.
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| Bruttodividende |
Die Bruttodividende ist der Betrag, den ein Unternehmen als Dividende ohne Abzug der KESt (25%) und zuzüglich der Körperschaftsteuergutschrift ausschüttet. Die Bruttodividende wird in der Hauptversammlung festgesetzt.
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Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht |
Die BaFin vereint die Geschäftsbereiche der ehemaligen Bundesaufsichtsämter für das Kreditwesen (Bankenaufsicht), für das Versicherungswesen (Versicherungsaufsicht) sowie für den Wertpapierhandel (Wertpapieraufsicht/Asset-Management) in sich und führt diese weiter. Die BaFin ist eine rechtsfähige, bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Finanzen.
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| BVI |
Der Bundesverband Deutscher Investment- und Vermögensverwaltungsgesellschaften e.V. ist der Dachverband der Investmentbranche. Der BVI wurde am 25. März 1970 in Frankfurt gegründet. Zweck ist die Förderung der Investmentidee und die Wahrung der Interessen seiner Mitglieder. Insbesondere will der Verband die Gleichberechtigung von privaten Anlegern gegenüber Großinvestoren durch die Erschließung von Investment-Chancen fördern. Dazu werden in drei Ausschüssen die Themen Immobilien, Spezialfonds und Wertpapiere behandelt.
Der BVI zeichnet sich durch besonders intensive Informationsarbeit für seine Mitglieder aus. Diese Arbeit umfasst jährlich mehrere Publikationen wie ein Jahrbuch zum Thema Investment und eine Steuerinformation.
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| BVI-Methode |
Die BVI-Methode ist eine brancheneinheitliche Methode zur Berechnung der Wertentwicklung von Investmentfonds über einen bestimmten Zeitraum. Sie dient dem Vergleich von Fonds untereinander. Es wird bei der Berechnung unterstellt, dass Ausschüttungen zu Rücknahmepreisen reinvestiert wurden. Für thesaurierende Fonds wird unterstellt, dass Kapitalertrag- und Körperschaftsteuer reinvestiert werden.
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| Cost-Average-Effekt |
Bei gleichbleibenden monatlichen Einzahlungen in einen Fonds erhält der Anleger bei fallendem Anteilwert mehr, bei steigendem Anteilwert weniger Anteile. Was sich so selbstverständlich anhört, hat einen langfristigen Vorteil: den Einkauf zum günstigen Durchschnittspreis. Dieser bedeutet eine Risikominimierung, da der Anlagezeitpunkt nicht entscheidend ist.
Wer regelmäßig in Anteile investiert, hat im Prinzip zwei Möglichkeiten: einen gleichbleibenden Betrag pro Zeiteinheit auszugeben oder eine gleichbleibend hohe Stückzahl zu erwerben. Die erste Möglichkeit minimiert den Durchschnittspreis und ist daher die bessere Strategie.
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| Coupon |
Abtrennbarer Teil eines Wertpapiers, der dem Inhaber das Recht auf Zinsen (Obligationen) oder Dividenden (Aktien) gibt.
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| Crash |
Starker Kurseinbruch an den Wertpapiermärkten.
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Dachfonds (Fund of Funds) |
Ein Fonds verbindet die Chancen unterschiedlicher Wertpapiere - ein Dachfonds setzt sich wiederum aus verschiedenen Fonds zusammen, indem er in Anteile anderer Investmentfonds investiert. Diese Fondskonstruktion ist im deutschen Investmentrecht seit April 1998 zugelassen.
Wie beim einfachen Aktienfonds zählen natürlich auch beim Dachfonds die Analysen des Fondsmanagements. Das Konzept bestimmt die Auswahl der Fonds. Es können sowohl Aktien- wie Rentenfonds, offenen Immobilienfonds wie Mischfonds kombiniert werden. Kein einzelner Fonds darf jedoch mehr als 20 % des gesamten Dachfondsvermögens ausmachen.
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DAX ® (Deutscher Aktienindex) |
Der Deutsche Aktienindex ist ein Börsenindex, der aus den Kursen der 30 bedeutendsten deutschen Aktiengesellschaften berechnet wird. Kriterien für die Aufnahme in den Index sind die Marktkapitalisierung und das Handelsvolumen. Abhängig von der Marktentwicklung kann sich die Zusammensetzung des Index ändern. Der DAX ist der meistbeachtete Indikator für die Kursentwicklung des deutschen Gesamtmarktes.
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| Depot |
In einem Depot werden Wertpapiere durch Kreditinstitute aufbewahrt und verwaltet.
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| Depotbank |
Eine Kapitalanlagegesellschaft (KAG) darf ein von ihr aufgelegtes Sondervermögen nicht selbst verwahren (Gesetz für Kapitalanlagegesellschaften, KAGG). Daher muss sie eine unabhängige Depotbank beauftragen. Laut KAGG bleibt das Fondsvermögen strikt vom Vermögen der KAG getrennt.
Zu den Aufgaben der Depotbank gehören u.a. die Ausgabe und Rücknahme von Anteilscheinen, die Prüfung der von der KAG ermittelten börsentäglichen Ausgabe- und Rücknahmepreise, die Durchführung der Ausschüttung an die Anteilinhaber.
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| Depotbankvergütung |
Die Depotbank erhält für ihre Verwahrungs- und Kontrolltätigkeit eine Vergütung, die direkt aus dem Fondsvermögen bezahlt wird.
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| Disagio |
Ein Disagio ist ein Abschlag auf den Nennwert einer Schuldverschreibung bzw. eines Darlehens. Bei einer festen Nominalverzinsung erhöht das Disagio die Effektivverzinsung.
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| Diversifikation |
Grundidee der Anlage in Investmentfonds ist der Grundsatz der Risikomischung. Das Portfolio eines Investmentfonds besteht aus einer Vielzahl verschiedener Wertpapiere. Jedes einzelne Wertpapier birgt neben Chancen auf Kursgewinne auch Risiken, die zum einen im Wertpapier selbst liegen und als titelspezifische Risiken bezeichnet werden. Zum anderen resultieren Gefahren aus der Entwicklung der einzelnen Wertpapiermärkte; man nennt dies Marktrisiko. Bei Anlagen in fremden Währungen besteht zudem ein Währungsrisiko. Ziel ist es, das Risiko auf mehrere Unternehmen, Branchen und Länder sowie Anlageinstrumente zu verteilen.
Das titelspezifische Risiko wird durch die Verteilung der Investitionssumme auf mehrere Einzelwerte reduziert, denn das Risiko eines gut strukturierten Portfolios ist geringer als der gewichtete Durchschnitt der Risiken seiner Einzelpositionen. Marktrisiken werden vermindert, indem die verschiedenen Anlagen branchen-, länder- und währungsspezifisch gestreut werden. Das Prinzip der Risikostreuung ist im KAGG geregelt.
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| Dividende |
Die Dividende ist der Gewinn, der anteilig für eine Aktie von der Aktiengesellschaft ausgeschüttet wird. Sie entspricht nicht dem Gesamtgewinn einer AG, da der Ausschüttungsbetrag (siehe Ausschüttung) durch Rückstellungen o.ä. reduziert wird. Die Dividendenzahlung erfolgt gegen Einreichung des Coupons. Es kann zwischen Bardividende und Stockdividende unterschieden werden. Letztere wird in Wertpapieren verteilt.
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| Dividendenanteil |
Deutsche Investmentfonds, die deutsche Dividendenerträge vereinnahmt haben, weisen den Anteil an dieser Ausschüttung pro Investmentzertifikat aus. Der Anleger benötigt diese Angabe, um sich das Körperschaftsteuerguthaben bei seiner Einkommensteuerveranlagung anrechnen zu lassen.
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| Dow Jones |
Der Dow Jones Industrial Index (DJI) ist der bekannteste Index der New York Stock Exchange (NYSE) und spiegelt - analog zum DAX in Deutschland - die Kursentwicklung der 30 bedeutendsten US-Aktien wider. Er ist ein gewichteter Index, der marktführende Unternehmen repräsentiert, wird laufend ermittelt und börsentäglich veröffentlicht.
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| Duration |
Die durchschnittliche Bindungsdauer des in einem Wertpapier oder Wertpapiervermögen angelegten Kapitals nennt man Duration. Durch zwischenzeitliche Zinszahlungen auf das angelegte Kapital ist die Duration kürzer als die Restlaufzeit der Titel.
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| Durchschnittskosten-Effekt |
siehe Cost-Average-Effekt
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| Effektive Stücke |
Im Gegensatz zum Effektengiroverkehr wird die Lieferung und gelegentlich auch die Aushändigung von Wertpapierurkunden (effektive Stücke) verlangt. Diese bestehen aus zwei Teilen, dem Mantel (eigentliche Urkunde) und dem Bogen. Der Bogen enthält nummerierte Ertragsscheine (Coupons), die zum Empfang der Ausschüttung berechtigen und einen Erneuerungsschein zum Bezug eines neuen Bogens. Das Risiko effektiver Stücke besteht darin, dass sie als Inhaberpapier jeden berechtigen, der sie in Händen hält.
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| Einmalanlage |
Die Einmalanlage ist die einmalige Einzahlung eines Betrags für den Kauf von Investmentanteilen. Dabei ist die Einzahlung eines größeren Betrags sinnvoll. Die Herausforderung und zugleich die Hauptschwierigkeit bei der Einmalanlage liegt darin, einen günstigen Anlagezeitpunkt zu wählen, denn davon hängt der Anlageerfolg stärker als beim regelmäßigen Investmentsparen (siehe Fondssparplan) ab.
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Emerging Markets (Schwellenländer) |
Als Emerging Markets gelten insbesondere die Aktienmärkte in Lateinamerika, Südostasien und Osteuropa. Vielen dieser Märkte wird ein besonderes Wachstumspotenzial zugesprochen, da diese Regionen ein im Vergleich zu den großen Industrienationen deutlich stärkeres Wirtschaftswachstum aufweisen. Allerdings ist mit den hohen Kursschwankungen in diesen Anlagesphären auch ein hohes Risiko für Investmentfonds gegeben. Die starken Schwankungen spiegeln meist politische oder währungspolitische Instabilitäten wider.
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Entnahmeplan (Auszahlplan) |
Ein Entnahmeplan ist eine zwischen dem Anleger und der KAG getroffene Vereinbarung über Höhe und Zeitabstand regelmäßiger Auszahlungen aus einem Investmentguthaben. Dieses Investmentguthaben hat der Anleger entweder im Sparplan angespart oder als Einmalanlage eingezahlt.
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| EUREX |
EUREX ist die Abkürzung für European Exchange, eine voll elektronische Terminbörse. Sie ist die größte Terminbörse der Welt. Dort werden Futures und Optionen gehandelt.
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| EURIBOR |
Internationaler repräsentativer Geldmarkzinssatz, der als Referenzzinssatz am europäischen Geldmarkt dient und den bis zum Start der Europäischen Währungsunion vorherrschenden FIBOR (Frankfurt-Interbankofferedrate) ersetzt hat und nun für den gesamten Eurowährungsraum gilt.
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| Euro Stoxx |
Euro-Stoxx ist die Bezeichnung für vier Haupt- und neunzehn Branchenindizes für Eurofonds. Diese Indizes werden für europäische Länder, insbesondere für das Euro-Währungsgebiet berechnet. Die Währungen der Berechnung sind Euro und US-Dollar. Die Kurse werden zwischen 9 und 20 Uhr im Abstand von 15 Sekunden neu ermittelt.
Euro-Stoxx - er umfasst die 326 wichtigsten Unternehmen aus den zehn Euroländern.
Dow Jones Stoxx - er umfasst 666 europäische Aktien aus 15 EU-Staaten und der Schweiz.
Euro-Stoxx 50 - er umfasst die 50 wichtigsten und höchstkapitalisierten Unternehmen aus den zehn Euroländern.
Dow Jones Stoxx 50 - er umfasst 50 Blue Chips aus 15 EU Ländern und der Schweiz. (AC)
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| F-J |
| Festverzinsliche Wertpapiere |
Ein festverzinsliches Wertpapier ist mit einer feststehenden gleichbleibenden Verzinsung (Nominalverzinsung) ausgestattet. Der Anleger gewährt demjenigen, der das Papier auflegt, quasi ein Darlehen in Höhe des Nennwerts. Der Anleger erhält dadurch Anspruch auf eine festgelegte nominale Verzinsung und auf vollständige Rückzahlung des Nennwertes am Laufzeitende (siehe Laufzeit).
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| Fonds |
Fonds sind in Deutschland zu einer Anlageform mit steigender Tendenz geworden. Wer Geld parken will, vermögenswirksam sparen oder ein Vermögen aufbauen, hat die Wahl: Fonds existieren in einer Vielfalt, die für jeden einen passenden Fondstyp bereit hält. Ob Aktien- oder Rentenfonds, ob Dachfonds, Mischfonds oder Geldmarktfonds.
Fonds können nach verschiedenen Kriterien differenziert werden: Nach ihren Vermögenswerten (z.B. Aktienfonds, Rentenfonds), nach ihrer Konstruktion (z.B. offene Fonds, geschlossene Fonds) und nach der Ertragsverwendung (z.B. ausschüttende oder thesaurierende Fonds).
Die Risikostreuung ist der wichtigste Grundsatz bei allen Arten von Investmentfonds. Deshalb setzt sich ein Fonds immer aus verschiedenen Vermögenswerten zusammen. Darüber hinaus gelten je nach Anlageziel für jeden Fonds definierte Richtlinien. Das Fondsvermögen ist das Eigentum von allen, die daran Anteilscheine besitzen.
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| Fondsanteil |
siehe Anteilschein
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| Fondsdepot |
siehe Investmentdepot
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Fondsgebundene Lebensversicherung |
Die fondsgebundene Lebensversicherung zählt zu den Kapital-Lebensversicherungen und stellt eine Kombination aus Todesfallabsicherung und Vermögensvorsorge dar. Im Unterschied zu einer klassischen Lebensversicherung fließen die Sparbeträge - Teil der Versicherungsprämie - nicht in den vom Lebensversicherer direkt verwalteten Deckungsstock, sondern in einen sogenannten Anlagestock, d.h. in einen oder mehrere Investmentfonds.
Wie bei jeder vom Kapitalmarkt abhängigen Anlageform richtet sich das Anlageergebnis bei Ablauf der Versicherung (Erlebensfall) nach der Marktentwicklung; eine feste Aussage über den zukünftigen Anlageerfolg kann vom Versicherer nicht gemacht werden.
Die fondsgebundene Lebensversicherung bietet flexible Gestaltungsmöglichkeiten. Dies betrifft insbesondere die Art der Anlage, die Höhe des Versicherungsschutzes und die Bestimmung des Abrufzeitpunkts.
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| Fondsgesellschaft |
siehe Kapitalanlagegesellschaft
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| Fondspreis |
siehe Anteilwert
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| Fondsrating |
Wie gut ist ein Fonds? Wie sieht es mit Chancen und Risiken aus? Bei der riesigen Anzahl von Fonds im Markt braucht jeder Privatanleger vertrauenswürdige Anhaltspunkte für seine Anlageentscheidung. Dabei zählt vor allem eine Bewertung über einen längeren Zeitraum. Denn die kurzfristige Performance ist oft nicht aussagekräftig für die längerfristige Entwicklung. Rating-Agenturen analysieren Fondsanbieter und Fonds und liefern Kriterien zur Beurteilung des Gesamtrisikos einer Anlage.
Die Beurteilung von Fonds wird von international anerkannten Agenturen vorgenommen. Zwei der bekanntesten sind "Moody's Investors Service Inc." und "STANDARD & POOR's Inc." Moody's vergibt Bonitätsnoten und Einschätzungen des Marktrisikos aufgrund der Einflüsse von Zinsänderungen und Währungsrisiken. STANDARD & POOR's (S&P) beurteilt sowohl die längerfristige Performance als auch die Qualität des Fondsmanagements.
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| Fondsshop |
Sogenannte Fondsshops haben Vertriebsverträge mit Investmentgesellschaften. Sie bieten eine breite Palette von Fonds an. Die hochwertige Kundenberatung sollte auch beim Fondsshop im Mittelpunkt stehen. Ein Zeichen für Qualität für einen Fondsshop ist seine Mitgliedschaft im Bundesverband Deutscher Investmentberater (BVDI). Die Mitgliedschaft verlangt den Nachweis von Kenntnissen und von beruflichen Qualifikationen.
Vor einer Entscheidung für einen Fondsshop sollten Anleger prüfen, welche Qualifikationen der Fondsshop hat. Neben der genannten Mitgliedschaft im BVDI kann dies auch eine Registrierung bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) sein. Für bestimmte Tätigkeiten eines Finanzdienstleisters ist diese Mitgliedschaft sogar Pflicht.
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| Fondssparplan |
Bei einem Sparplan wird vereinbart, regelmäßig eine bestimmte Summe in einen Fonds anzulegen. Der Vorteil ist hier die Verbindung der Regelmäßigkeit eines Sparbuchs mit einer lukrativeren Verzinsung. Schon mit kleineren Beträgen bietet ein Fondssparplan gute Perspektiven. Zudem sind die Einzahlungen des Sparplans immer voll investiert, da auch Bruchteile von Fondsanteilen verbucht werden.
Die Einzahlungszeitpunkte und die Höhe der Einzahlungen können festgelegt werden. Allerdings sind häufig bestimmte Mindesteinlagesummen zu beachten. Fondssparpläne können in der Regel jederzeit ohne Fristen geändert oder beendet werden.
Ein Sparplan ist natürlich umso erfolgreicher für das Ziel des Vermögensaufbaus, je länger er läuft. Bei der Entscheidung für einen langfristigen Sparplan werden zwei positive Effekte genutzt: der Cost-Average-Effekt und der Zinseszins-Effekt.
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| Fondstausch |
Anleger können innerhalb einer konzerneigenen Fondspalette von einem Fonds zum anderen wechseln. Damit haben sie die Möglichkeit, ihre Anlageentscheidung mit der Marktentwicklung zu optimieren. Bei einigen Anbietern erhalten sie bei einem Fondswechsel einen vollständigen oder reduzierten Rabatt auf den Ausgabeaufschlag.
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| Fondsvermögen |
Das Fondsvermögen besteht bei einem Wertpapierfonds aus Aktien und / oder festverzinslichen Wertpapieren, Bankguthaben sowie den sonstigen Vermögensgegenständen. Die stichtagsbezogene genaue Zusammensetzung kann den Rechenschafts- bzw. Halbjahresberichten entnommen werden.
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| Fonds-Vermögensverwaltung |
Fonds haben in den letzten Jahren immer mehr Vertrauen bei den Privatanlegern gewonnen. Die Vermögensverwaltung auf Fondsbasis wird deshalb mittlerweile von zahlreichen Banken, Versicherungen und unabhängigen Vermögensverwaltern angeboten. Im Gegensatz zum klassischen Vermögensverwalter investiert die Fondsvermögensverwaltung nicht direkt in Aktien oder Rentenpapiere, sondern ausschließlich in Investmentfonds.
Bei kleineren Beträgen werden Anlegern - meist drei verschiedene - standardisierte Depottypen (z.B. ein sicherheitsorientiertes, begrenzt risikobereites oder spekulatives Depot) angeboten, je nachdem, welches Risiko ein Anleger eingehen möchte.
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| Garantiefonds |
Dieses Fondsmodell soll Anlegern entsprechen, denen Sicherheit besonders wichtig ist. Es wird vereinbart, dass am Ende der festgesetzten Fondslaufzeit entweder das eingesetzte Kapital zurückgezahlt wird bzw. ein bestimmter Prozentsatz davon. Diese Garantie gilt nur für den Endzeitpunkt. Die Garantie wird erfüllt, indem das Kursrisiko auf Aktienmärkten vom Fondsmanagement durch entsprechende Absicherungsstrategien (siehe Absicherung) begrenzt wird. Zudem wird der Anleger bis zur Endfälligkeit mit einer bestimmten Partizipationsrate am Kursanstieg des jeweiligen Marktes beteiligt. Alternativ kann der Gewinn auf einen bestimmten Prozentsatz des Indexanstiegs beschränkt werden.
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| Geldmarktfonds |
Geldmarktfonds investieren vor allem in Geldmarkttitel und liquide Papiere mit kurzen Laufzeiten. Der Vorteil: Es besteht keine Bindung an bestimmte Fristen von 30, 60 oder 90 Tagen wie z.B. bei Termingeldern. Geldmarktfonds eignen sich für die rentable Anlage von kurzfristiger Liquidität, aber auch als konservative Anlageform für risikoscheue Anleger. Der Anleger kann jederzeit über das Geld verfügen und dies bei marktgerechter Verzinsung.
Ein Geldmarktfonds kann bis zu 100% in Geldmarktinstrumente investieren, z.B. in Anleihen mit kurzer Restlaufzeit, unverzinsliche Schatzanweisungen, Temingelder, Schuldscheindarlehen oder Einlagen bei Banken.
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| Geldmarktnahe Fonds |
Geldmarktnahe Fonds dürfen maximal 49% ihres Vermögens am Geldmarkt anlegen. Der übrige Teil wird in kursstabile Wertpapiere mit kurzer Restlaufzeit (siehe Laufzeit) investiert. Die Duration - also die durchschnittliche Restlaufzeit - ist hier etwas länger als bei Geldmarktfonds.
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Gemischte Fonds (= Mischfonds) |
Spekulative Gewinne mit Aktien samt der Sicherheit festverzinslicher Papiere - im Mischfonds können diese Ziele Realität werden. Mischfonds investieren nämlich sowohl in Aktien als auch in festverzinsliche Wertpapiere. Dabei gibt es in der Regel Höchstgrenzen für den Aktien- oder den Rentenanteil. Die Entscheidungen über den richtigen Mix aus beiden Wertpapierarten trifft das Fondsmanagement je nach aktueller Marktsituation. Bei Mischfonds ergibt sich aufgrund der Zusammensetzung eine Strategie, die insbesondere in eher unsicheren Börsenzeiten interessant wird. Sind die Aktienmärkte stark, wird der Aktienanteil erhöht. Zeigen die Zinsen fallende Tendenz, sollten rechtzeitig die Rentenanteile verstärkt werden.
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Geschlossene Fonds (= Closed-End-Funds) |
Es handelt sich hierbei besonders in den angelsächsischen Ländern - aber auch in Deutschland in Form von geschlossenen Immobilienfonds - um Fonds einer Kapitalanlagegesellschaft (KAG), deren Mittel durch den Verkauf einer bestimmten, von vornherein begrenzten Anzahl von Anteilen aufgebracht werden. Wird das geplante Volumen erreicht, wird der Fonds geschlossen und die Ausgabe von Anteilen eingestellt.
Geschlossene Fonds treten in Deutschland in besonderem Maße in Form von geschlossenen Immobilienfonds und als Leasingfonds auf. Einen Anspruch auf Rücknahme des Anteils hat der Anleger bei einem geschlossenen Fonds nicht. Die Anteile können nur an Dritte, ggf. über eine Börse, verkauft werden. Geschlossene Fonds unterliegen nicht den Anlegerschutzvorschriften des KAGG.
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Gesetz über Kapitalanlage- gesellschaften (KAGG) |
1957 wurde das Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften verabschiedet und seitdem mehrmals novelliert. Dieses Gesetz schafft die Grundlage für die Überwachung von Kapitalanlagegesellschaften (KAGs). Das KAGG verpflichtet alle deutschen Investmentgesellschaften zur Einhaltung bestimmter Anlagegrundsätze. Hierzu gehört vor allem die Risikostreuung. Das Gesetz dient damit in erster Linie dem Schutz der Fondsanleger.
Das Gesetz umfasst u.a. Anlagebestimmungen und Anlagegrenzen, Erwerbs- und Veräußerungsvorschriften, Depotbankbestimmungen (siehe Depotbank), Publizitätsvorschriften, steuerrechtliche Vorschriften und Maßnahmen zum Anlegerschutz.
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| Glokalisierung |
Mit Glokalisierung wird von Trendforschern die Ausrichtung von Unternehmen bezeichnet, die eine starke Position im Weltmarkt mit Strategien verbinden, die auf lokale oder regionale Besonderheiten abgestimmt sind.
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| Growth-Ansatz |
Wachstums-Investoren suchen nach Unternehmen, die einen überdurchschnittlichen Wertzuwachs erwarten lassen. Der Blick richtet sich in erster Linie auf das Wachstum eines Unternehmens, die Stellung in der Branche, unter den Wettbewerbern und im Gesamtmarkt. Hier interessiert vor allem, wie innovativ und zukunftsorientiert der Sektor ist und welchen Anteil am Markt das Unternehmen heute und in Zukunft hat.
Dabei werden Aktien vor allem wegen ihres Umsatz- und Gewinnwachstums gekauft. Unterstellt wird, dass sich offensichtliche Wachstumsaussichten einer Branche oder eines Unternehmens auf die Gewinne der Aktionäre übertragen. Das können junge Unternehmen sein, die sich noch in der Entwicklungsphase befinden oder auch etablierte Unternehmen, die in eine neue Wachstumsphase eintreten. Indiz dafür könnten beispielsweise die Entwicklung neuer Technologien oder Produkte sein bzw. die Erschließung neuer Märkte oder Dienstleistungen.
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| Halbjahresbericht |
Jede KAG muss einmal im Jahr zum Geschäftshalbjahr einen Halbjahresbericht erstellen. Dieser muss spätestens zwei Monate nach Abschluss des Fondsgeschäftshalbjahres vorliegen. Der Halbjahresbericht muss dem Käufer von Fondsanteilen mit dem Rechenschaftsbericht übergeben werden, sofern der Rechenschaftsbericht älter als 8 Monate ist.
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| Hausse |
Als Hausse bezeichnet man über längere Zeit anhaltende starke Kurssteigerungen an der Börse. Die Hausse ist von einer freundlichen Kursentwicklung, die sich nur auf einen Teilmarkt bezieht oder nur von kurzer Dauer ist, nicht exakt abzugrenzen.
Das Gegenteil wird als Baisse bezeichnet.
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| Hedging |
siehe Absicherung
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| Indexfonds |
Ein Indexfonds bildet die Zusammensetzung eines bestimmten, meist repräsentativen Indexes wie etwa des DAX, SMAX oder Euro-Stoxx vollständig oder in hoher Übereinstimmung nach. Das Anlageergebnis sollte im Wesentlichen die Entwicklung des Indexes widerspiegeln. Bei dieser Widerspiegelung einer Benchmark spricht man auch von passivem Management.
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Indexorientierte Fonds |
Die exakte Nachbildung eines Index ist aus technischen Gründen oft schwer möglich. Außerdem stehen die Anlagegrenzen des KAGG einer exakten Index-Nachbildung entgegen, da Einzeltitel nicht mehr als 10 Prozent des Fondsvermögens ausmachen dürfen.
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| Investmentanteil |
Ein Investmentanteil ist die Recheneinheit für die Bemessung des Anteils eines Anlegers am Fondsvermögen eines Investmentfonds. Der Investmentanteil ist in Investmentzertifikaten verbrieft. Diese Zertifikate lauten auf eine quotenmäßige Beteiligung am Fondsvermögen.
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| Investmentdepot |
In diesem Depot können Investmentanteile verwahrt werden. Es ermöglicht regelmäßige und unregelmäßige Einzahlungen, die in Investmentanteilen bzw. Anteilbruchteilen gutgeschrieben werden.
Die Verwahrung im Depot bei der Fondsgesellschaft bringt einige Vorteile. Es kann beispielsweise von einem Fonds in einen anderen getauscht werden, es können auch Bruchstücke von Investmentanteilen verbucht werden, und die Wiederanlage ist ohne Ausgabeaufschlag möglich.
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| Investmentgesellschaften |
Investmentgesellschaften oder Kapitalanlagegesellschaften sind Unternehmen, die Kapital von Anlegern sammeln, um dieses Sondervermögen zu günstigen Bedingungen auf bestimmten Märkten (z.B. Aktien, Geldmarktpapiere, Immobilien, Beteiligungen) nach dem Grundsatz der Risikomischung zu investieren.
Die Anleger erhalten für das Sondervermögen gestückelte Anteilscheine (Investmentzertifikate bzw. -anteile) am Fonds und werden durch deren Erwerb bei geringem Kapitaleinsatz anteilig zum Miteigentümer am Fondsvermögen. Dieses Fondsvermögen wird von einer unabhängigen Depotbank verwahrt. Nach Art bzw. Anzahl der am Sondervermögen beteiligten Anleger unterscheidet man Publikumsfonds und Spezialfonds.
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| Investmentstil |
Man unterscheidet zwei grundlegende Investmentstrategien: Value (Wert) und Growth (Wachstum) lauten hier die Schlagworte. Der Investmentstil eines Fonds gibt die Richtung vor, nach der das Fondsmanagement die Titel auswählt, die im Anlageuniversum des Fonds liegen. Value-Fonds (wertorientierte Fonds) verfolgen das Anlageziel des langfristigen Wertzuwachses. Dabei stützt man sich auf so genannte Substanzwerte. Gerade in turbulenten Börsenzeiten spielen diese Werte ihre Stärken aus und müssen in der Regel geringere Kursabschläge hinnehmen als Wachstumstitel, die auf langfristiges Kapitalwachstum abstellen.
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| ISIN |
Die internationale Systematik für Wertpapierkennnummern soll die bisherigen nationalen Nummerierungssysteme ablösen. Sie umfasst etwa doppelt so viele Zahlen wie das bisherige deutsche Wertpapierkennnummernsystem. Die neue Systematik findet seit 2003 Anwendung.
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| K-O |
Kapitalanlagegesellschaften (KAG) |
Kapitalanlagegesellschaften sind Institutionen, die ausschließlich für die Verwaltung und Anlage des Vermögens in einem Fonds verantwortlich sind. Nur KAGs dürfen Investmentfonds auflegen und verwalten. Dies ist ihr Geschäftszweck. Er umfasst die Auswahl der Wertpapiere, die Zusammensetzung des Fonds, die Anlagepolitik und die Beachtung der Anlagegrenzen.
Die KAG bündelt die Gelder von Anlegern, um sie gewinnbringend anzulegen. Das Fondsvermögen muss von einer unabhängigen Depotbank verwahrt werden. Darüber hinaus sind weitere strenge gesetzliche Auflagen zu beachten. Sie sind im Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG) geregelt. Das Ziel ist der Schutz der Anleger und ein effizienter Geschäftsbetrieb. Dazu muss jährlich auch ein Rechenschaftsbericht zur Information der Anleger veröffentlicht werden.
Die KAG informiert jährlich in ihren Publikationen wie z.B. Rechenschafts- und Halbjahresberichten, in welche Wertpapiere ein Fonds investiert, welche Gebühren entstanden sind und wie die Erfolge waren. Im Einzelnen muss die KAG den Anleger über folgende Themen unterrichten: Fondsstruktur, Fondsvermögen, Fondskosten und Fondsausschüttung.
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| Körperschaftssteuerguthaben |
Aktionäre erhalten beim Bezug von Dividenden eine Steuergutschrift über die dem Fonds berechnete Körperschaftssteuer. Das Steuerguthaben beträgt 3/7 der im Fondsertrag enthaltenen inländischen Dividendenanteile. Das Steuerguthaben kann im Rahmen der Einkommen- oder Körperschaftssteuer-Veranlagung geltend gemacht werden.
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| Kupon |
Ein Kupon wird bei der Herausgabe von festverzinslichen Wertpapieren festgelegt. Er ist ein Zinsschein, der die vereinbarte Verzinsung des Wertpapiers angibt und den Anspruch auf Zahlung der Zinsen verbrieft.
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| Laufzeit |
Unter Laufzeit versteht man bei festverzinslichen Wertpapieren oder Anleihen die Zeit von der Auflage bis zum Verfall bzw. zur Rückzahlung des Darlehens, das dem Emittenten gewährt wurde.
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| Luxemburger Fonds |
Luxemburger Fonds werden von Luxemburger KAGs nach Luxemburger Recht aufgelegt. Das luxemburgische Investmentgesetz gibt den dort ansässigen Fondsgesellschaften etwas mehr Freiheiten als das deutsche. So können beispielsweise in Luxemburg Garantiefonds aufgelegt werden.
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| Management Fee |
siehe Verwaltungsvergütung
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| Marktenge |
Man spricht von Marktenge an Finanzmärkten, wenn nur eine kleine Anzahl von Investoren im Markt aktiv ist. In diesen Märkten können schon die Verkäufe bzw. Käufe von wenigen Anteilseignern zu starken Kursbewegungen führen.
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| Marktkapitalisierung |
Dieser Begriff bezeichnet den Marktpreis einer Aktiengesellschaft. Um diesen zu erhalten, wird die Summe der Aktien mit dem Börsenkurs multipliziert.
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| M-DAX |
Der Mid-Cap DAX ist ein Index für Unternehmen aus dem sogenannten Mid Cap-Segment, der 70 Werte umfasst. Dies sind die 70 Werte des DAX 100, die nicht im DAX enthalten sind. Der M-DAX wird sowohl als Performance- als auch als Kursindex berechnet.
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| Mischfonds |
siehe Gemischte Fonds
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| Mittelabflüsse |
Der Wert der Mittelabflüsse setzt sich aus den zurückgegebenen Anteilen eines Investmentfonds innerhalb eines bestimmten Zeitraums zusammen.
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| Nasdaq |
(National Association of Securities Dealers Automated Quotations). Hierbei handelt es sich um einen Markt für Aktien insbesondere junger Unternehmen außerhalb der NYSE. NASDAQ ist ein elektronisches Kursinformations- und Handelssystem. Die NASDAQ hat sich als Handelplattform für mehrere Tausend Unternehmen entwickelt, die hauptsächlich in den Branchen Computer, Internet, Biotech und Software tätig sind.
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| Nebenwerte |
Als Nebenwerte bezeichnet man im Unterschied zu Standardwerten Aktien von kleinen und mittelgroßen Gesellschaften.
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Negativer thesaurierender Ertrag |
Wenn die Kosten (Verwaltungsgebühr u.a.) die steuerpflichtigen Erträge (Zinsen, Dividenden u.a.) übersteigen, ergibt sich ein "negativer Ertrag". Da die Ausschüttung eines negativen Geldbetrags nicht möglich ist, werden negative Erträge grundsätzlich thesauriert. Dieser negative Ertrag kann vom Anleger steuerlich geltend gemacht und mit positiven Erträgen verrechnet werden.
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| Nettoinventarwert |
Der Anteilwert eines deutschen Investmentfonds wird durch die Preise der Vermögensgegenstände bestimmt, die der Fonds hält. Um den Wert des Fondsvermögens zu erhalten, werden von den Vermögensgegenständen sämtliche Verbindlichkeiten abgezogen. Dieses Vermögen wird durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile geteilt. Man erhält so den Nettoinventarwert eines Anteils.
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| Neuer Markt |
Der Neue Markt ist - fünfeinhalb Jahre nach Gründung - aufgelöst. Die Deutsche Börse hat die Struktur der Indizes reorganisiert - ohne Nemax und Co. Der Name für den Nachfolger ist TecDax. Er besteht nur noch aus 30 Unternehmen - nicht aus 50 wie sein Vorgänger. Die Mehrheit im TecDax sind kleinere Technologie-Firmen aus MDax und SDax.
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| Nichtveranlagungs-Bescheinigung |
Ausschüttungen werden nicht zwingend besteuert. Privatanleger, die auf Grund entsprechend geringer Einkünfte nicht zur Einkommensteuer veranlagt werden, können bei ihrem Wohnsitz-Finanzamt eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung beantragen.
Wird die Bescheinigung rechtzeitig vor Ausschüttung dem depotführenden Kreditinstitut vorgelegt, behält dieses bei Ausschüttungen keine Zinsabschlagsteuer ein. Außerdem wird das Körperschaftssteuerguthaben sowie die auf inländische Dividenden einbehaltene Kapitalertragsteuer sofort ausgezahlt. Bei thesaurierenden Fonds können die Beträge sofort wiederangelegt werden.
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| Nikkei |
Der Nikkei umfasst mehrere japanische Aktienindizes (siehe Index). Der bekannteste ist der Nikkei 225, der die 225 wichtigsten japanischen Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung umfasst.
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| No-Load-Funds |
Hierbei handelt es sich um Investmentfonds, deren Anteile ohne Ausgabeaufschlag ausgegeben werden und statt dessen eine laufende Gebühr berechnen. Sie sind für kurzfristige Anlagen geeignet, da in der kurzen Zeit die anteilig berechneten Gebühren unter dem ansonsten anfallenden Ausgabeaufschlag liegen dürften.
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| Obligationen |
siehe festverzinsliche Wertpapiere
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| Offene Fonds |
Hierbei handelt es sich um Investmentfonds, bei denen unbegrenzt Anteile ausgegeben und in der Regel börsentäglich auch wieder zurückgenommen werden. Der Rücknahmepreis muss sich am Nettoinventarwert orientieren (anders als bei geschlossenen Fonds, deren Anteilpreis durch Angebot und Nachfrage an der Börse bestimmt ist.)
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| Offene Immobilienfonds |
Diese Investmentfonds legen ihre Gelder überwiegend in Büro- und Geschäftsgrundstücke an, wobei die Anzahl der ausgegebenen Anteile (siehe Anteilscheine) nicht begrenzt ist. Die Fondsanteile können zu jedem Bewertungstag zurückgegeben werden.
Auch bei offenen Immobilienfonds ist das Risiko eingeschränkt. Im Kapitalanlagegesetz werden die diesbezüglichen Regelungen festgehalten: Es müssen mindestens zehn verschiedene Objekte im Fonds sein, kein Objekt darf zum Kaufzeitpunkt mehr als 15% des Fondsvermögens ausmachen, eine Kreditaufnahme ist nur bis zu 50% des Immobilienbestandes möglich.
Für die Immobilien im Fonds wird kein Börsenkurs ermittelt. Die Bewertung erfolgt durch einen Sachverständigen-Ausschuss. Sie beruht auf den nachhaltig erzielbaren Mieteinnahmen der einzelnen Immobilien.
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| P-T |
Passives Fondsmanagement (Gegenteil: Aktives Fondsmanagement) |
Dem passiven Fondsmanagement liegt die Annahme zugrunde, dass es langfristig sehr schwierig ist, in einem bestimmten Markt den entsprechenden Index (Dax, Euro Stoxx, S&P 500) durch ein aktives Fondsmanagement zu schlagen. Deshalb gibt es Indexfonds, die versuchen, diese einzelnen Indizes möglichst getreu nachzubilden.
Es gibt verschiedene Untersuchungen, die diese Vorzugsstellung der Indizes zu bestätigen scheinen. Ein interessantes Argument ist dabei, dass der alte Börsensatz: "The trend is your friend", sich in den Indizes widerspiegelt. Unternehmen oder Branchen, die in der Gunst der Anleger fallen, reduzieren sich auch im Wert und damit in der Gewichtung im Index. Das heißt, dass attraktive Werte oder Branchen zwangsläufig an Wert gewinnen und den Index vorantreiben. Der Investor, der in den entsprechenden Indexfonds investiert hat, ist somit automatisch an diesen Trends beteiligt.
Wer also mit seinem Portfolio die Wertentwicklung bestimmter Märkte (DAX, Euro Stoxx, S&P) nachvollziehen möchte, für den ist ein Indexfonds die geeignete Anlage. Allerdings ist es keine einfache Aufgabe, alle Veränderungen, die sich in einem Index abspielen können, entsprechend nachzuvollziehen. So müssen Dividendenausschüttungen gegebenenfalls wieder angelegt werden, manche Titel sind sehr illiquide und können nicht ohne weiteres in die Portfolios gekauft werden, bestimmte gesetzliche Anlagegrenzen erschweren die genaue Nachbildung des Indizes und es gibt regelmäßig Aufsteiger und Absteiger.
Indexorientierte Fonds eignen sich besonders für sehr langfristige Anlagezeiträume (15 Jahre und mehr), da es für einen aktiven Fondsmanager empirisch gesehen sehr schwer ist, systematisch eine höhere Rendite mit seinem aktiv verwalteten Portfolio zu erzielen als ein vergleichbarer Index.
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| Performance |
Mit der Performance bezeichnet man den Ertrag einer Kapitalanlage, also den gesamten Wertzuwachs in Prozent innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Er setzt sich zusammen aus dem Kursgewinn und den erfolgten Ausschüttungen. Bei Kursverlusten mindert sich der Verlust um die ausgeschütteteten Beträge.
Als Performance Fee bezeichnet man damit die ertragsorientierte Verwaltungsgebühr, die direkt dem Fondsvermögen belastet wird und damit wie die fixe Verwaltungsgebühr im veröffentlichten Inventarwert bereits berücksichtigt ist.
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| Preisveröffentlichung |
Gemäß § 21 Abs. 2 und 6 KAGG sind Ausgabe- und Rücknahmepreis der Anteile (siehe Anteilscheine) börsentäglich zu ermitteln. Die Preise der Anteile können aktuell den Medien wie z.B. ausgewählten Tageszeitungen entnommen werden.
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| Quellensteuer |
Als Quellensteuer bezeichnet man eine nach dem Quellenprinzip erhobene Steuer, d.h. am Ort und zur Zeit des Entstehens der steuerpflichtigen Zahlung. Eine Quellensteuer ist auch die auf Dividendenerträge einbehaltene KESt. Sie wird auf die endgültige Steuerschuld des steuerpflichtigen Empfängers angerechnet.
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| Rating |
siehe Fondsrating
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| Rechenschaftsbericht |
Wer Geld anlegt, braucht Transparenz. Spätestens drei Monate nach Ablauf des Geschäftsjahres können Anleger deshalb von der Kapitalanlagegesellschaft (KAG) einen jährlichen Rechenschaftsbericht erhalten. Diesem Bericht, der Pflicht ist, sind folgende Informationen zu entnehmen: Die Vermögensaufstellung, die Aufwands- und Ertragsrechnung, die Höhe der eventuellen Ausschüttungen, Entwicklung des jeweiligen Wertpapiermarktes, steuerrelevante Daten und die Anlagepolitik.
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| REITs Fonds |
Real Estate Investment Trusts (REITs) sind US-amerikanische Immobilien-Aktiengesellschaften, die auf den Besitz, die Konstruktion, die Verwaltung oder den Verkauf von Wohn-, Geschäfts- oder Industrie-Immobilien ausgerichtet sind. Ein REITs-Investmentfonds ist ein Fonds, der in Aktien solcher Unternehmen investiert.
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| Rendite |
Unter der Rendite einer Kapitalanlage versteht man das Verhältnis des jährlichen Ertrags bezogen auf den Kapitaleinsatz, also die Verzinsung des eingesetzten Kapitals zuzüglich der Kursgewinne. Die Rendite einer Investmentanlage beruht auf den Ertragseinnahmen des Fonds (z.B. Zinsen, Dividenden, realisierte Kursgewinne) und den Kursveränderungen der im Fonds befindlichen Werte.
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| Renten |
siehe Festverzinsliche Wertpapiere
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| Research |
Research ist der englische Begriff für Finanzanalyse. Diese Analyse untersucht Kapitalanlagen auf mögliche Vor- und Nachteile und bildet somit eine der Grundlagen für eine Investitionsentscheidung. Für die Analyse werden z.B. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung herangezogen.
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| REX |
REX ist die Abkürzung für Deutscher Rentenindex. Dieser bildet den Markt der deutschen Staatsanleihen ab. Dieser gewichtete Durchschnittskurs erfolgt durch die Einbeziehung von 30 idealtypischen Anleihen mit ganzzahligen Laufzeiten. Die Gewichtung wird jährlich überprüft. Die Grundgesamtheit bilden alle Anleihen, Obligationen und Schatzanweisungen Deutschlands.
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| Riester-Rente |
Das Rentenniveau errechnet sich aus dem Verhältnis der Eck- oder Standardrente zum aktuellen Durchschnittseinkommen. Es liegt heute bei etwa 70% des durchschnittlichen Nettoeinkommens und wird bis zum Jahre 2030 bei ca. 68% liegen. In Zukunft soll das Gesamtniveau, das sich aus der gesetzlichen Rente und den Leistungen der staatlich geförderten Eigenvorsorge ergibt, über dem heutigen Rentenniveau liegen.
Die zusätzliche Eigenvorsorge zur Alterssicherung wird seit 2002 in Form von Zulagen und Steuervorteilen unterstützt und kann bis zum Jahr 2008 in vier Schritten stufenweise aufgebaut werden. Wer ab 2008 einen Anlagebetrag (Eigenbeitrag plus staatliche Zulage) von insgesamt 4% seines maßgeblichen Einkommens im Jahr zusätzlich anspart, erhält den maximalen Fördersatz. Die maximale Zulage beträgt für Alleinstehende 154 Euro, für Verheiratete 308 Euro und für jedes Kind zusätzlich 185 Euro im Jahr. Ist die Steuerersparnis durch den Sonderausgabenabzug höher als die Zulage, wird die Differenz dem Steuerpflichtigen gutgeschrieben.
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Risikoklasse (Chancen-Risiko-Klasse) |
Fonds werden, abhängig vom Chancen-Risiko-Verhältnis der Anlage, in unterschiedliche Risikoklassen eingeteilt. Dabei werden von unterschiedlichen Kapitalanlagegesellschaften auch unterschiedliche Einteilungen vorgenommen. Eine mögliche Einteilung ist die folgende:
Chancen-Risiko-Klasse 1: sicherheitsorientiert Bei einer Anlage in einen Fonds dieser Risikoklasse stehen geringeren Chancen auch geringere Risiken gegenüber. Höchstmögliche Sicherheit und stetiger Wertzuwachs stehen im Vordergrund. Der Anlagezeitraum sollte mindestens ein bis zwei Jahre betragen.
Chancen-Risiko-Klasse 2: begrenzt risikobereit Bei einer Anlage in einen Fonds dieser Risikoklasse stehen mittleren Chancen auch mittlere Risiken gegenüber. Die Investmentanlage ist wachstumsorientiert. Der Anlagezeitraum sollte mindestens zwei bis fünf Jahre betragen.
Chancen-Risiko-Klasse 3: spekulativ Bei einer Anlage in einen Fonds dieser Risikoklasse stehen höheren Chancen auch höhere Risiken gegenüber. Die Investmentanlage ist auf eine langfristige Wertsteigerung ausgerichtet. Der Anlagezeitraum sollte mindestens fünf Jahre betragen.
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| Risikostreuung |
Das wesentliche Merkmal eines Investmentfonds ist die Risikostreuung. Hierzulande unterliegt darum jeder Fonds dem strengen Reglement des Gesetzes über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG), das den Investmentgesellschaften bei der Zusammenstellung ihrer Fondsportfolios einen klar definierten Rahmen steckt.
Der Grundgedanke: Je breiter die Streuung der Anlage, desto weniger stark ist der Fonds von Kursveränderungen einzelner Werte betroffen. So dürfen beispielsweise für einen Fonds lediglich bis zu maximal fünf Prozent an Wertpapieren - Aktien oder Renten - und Schuldscheindarlehen desselben Ausstellers erworben werden; durch entsprechende Vertragsbedingungen kann diese Grenze bis auf zehn Prozent erhöht werden. Zur Gewährleistung einer ausreichenden Risikomischung darf allerdings die Summe der Werte, die über fünf Prozent liegen, nicht mehr als 40 Prozent des Fondsvermögens betragen.
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| Rücknahmegebühr |
Manche Fonds beinhalten eine Rücknahmegebühr, die beim Rückkauf von Fondsanteilen als Gebühr in Form eines prozentualen Anteils des aktuellen Fondsanteilwert zu zahlen ist. Teilweise ist die Rücknahmegebühr gestaffelt, so dass ein Anleger um so weniger zahlen muss, je länger er die Fondsanteile hält.
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| Rücknahmepreis |
Der Rücknahmepreis oder Rückkaufswert entspricht dem Anteilwert. Diesen erhält der Anleger bei der Rückgabe seiner Fondsanteile. Er wird täglich von der Fondsgesellschaft errechnet. Dabei werden die zu Börsenkursen bewerteten Vermögensgegenstände des Fonds minus der Verbindlichkeiten durch die Anzahl der umlaufenden Fondsanteile dividiert. Sofern erhoben, wird noch die Rücknahmegebühr abgezogen.
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| Shareholder Value |
Beim Shareholder-Value-Prinzip werden vor allem Managementkonzepte in den Mittelpunkt der Geschäftspolitik gestellt, die auf die Maximierung des Anteileignernutzens ausgerichtet sind. Bausteine sind zum Beispiel eine aktionärsfreundliche Informationspolitik, langfristig überdurchschnittliche Eigenkapitalrenditen und eine zielgerichtete, auf die Kernkompetenzen abgestimmte Unternehmensstrategie.
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| Sharpe Ratio |
Sharpe Ratio misst das Verhältnis von - risikobehaftetem - Ertrag und Risiko, also die Überrendite eines Portfolios - zum Beispiel eines Fonds - über die sichere Geldanlage pro Risikoeinheit. Sie eignet sich damit zum Vergleich von Portfolios, weil die Renditen risikoadjustiert dargestellt und damit vergleichbar sind. Als Risikomaß wird die Kennzahl Volatilität verwendet.
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| SICAV |
Société d'Investissement à Capital variable (= franz. für Organismen für gemeinsame Anlagen nach luxemburger Recht)
Hierbei handelt es sich um eine Aktiengesellschaft, die über ein Mindestkapital sowie über Gesellschaftsorgane verfügt. Im Unterschied zur klassischen AG ist jedoch der Zweck der SICAV, sich auf die Anlage des Gesellschaftskapitals in Wertpapiere nach dem Grundsatz der Risikostreuung zu beschränken.
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| Small Caps |
Small Caps sind Aktien mit geringer Marktkapitalisierung (Small Capitalisation). Sie weisen aufgrund ihrer Besonderheiten (Marktenge, oftmals stärker auf Marktnischen spezialisiert, wenig Nachfrage durch ausländische Aktienkäufer) im Normalfall größere Schwankungen bei den langfristigen Anlageergebnissen auf, als sie für Blue Chips beobachtet werden können. Der Index für Small Caps ist der SMAX an der Deutschen Wertpapierbörse. Mit diesem Marktsegment soll die Bekanntheit dieser Werte erhöht werden.
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| Solidaritätszuschlag |
5,5% von der ZASt Zusätzlich zur Zinsabschlagsteuer (ZASt) wird seit dem 1. Januar 1998 ein Solidaritätszuschlag in Höhe von derzeit 5,5% des jeweiligen Zinsabschlags erhoben. Bei Investmentfonds sind davon die zinsabschlagsteuerpflichtigen Anteile der Ausschüttung/Thesaurierung betroffen (Zinseinkünfte und Gewinne aus kurzfristigen Termingeschäften).
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| Sondervermögen |
Die Begriffe "Sondervermögen" und "Fonds" werden im Sprachgebrauch synonym benutzt. Das bei der Investmentgesellschaft gegen Ausgabe von Anteilscheinen eingelegte Kapital und die damit angeschafften Vermögensgegenstände bilden ein Sondervermögen. Das Sondervermögen muss von dem eigenen Vermögen der Investmentgesellschaft getrennt gehalten werden. Es wird von einer Depotbank verwahrt.
Investmentgesellschaften dürfen mehrere Sondervermögen bilden, die sich durch ihre Namen unterscheiden und getrennt gehalten werden müssen. Das Sondervermögen haftet nicht für Verbindlichkeiten der Investmentgesellschaft.
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| S&P Micropal Stars |
Bei Ratings handelt es sich um Verfahren, mit denen u.a. Investmentfonds beurteilt werden. Ratings stellen bei dem immer unübersichtlicher werdenden Fondsangebot eine objektive Entscheidungshilfe für Privatanleger und Vertriebspartner dar. Eine der bekanntesten und anerkanntesten Rating-Agenturen ist STANDARD & POOR's Fund Services (S&P). Um dem Anleger eine möglichst einfache und nachvollziehbare Entscheidungshilfe an die Hand zu geben, hat S&P das Star-Ranking entwickelt. Bis zu fünf S&P Stars ermöglichen auf Anhieb eine objektive Beurteilung eines Investmentfonds im jeweiligen Konkurrenzumfeld.
Das S&P Star-Ranking bewertet die Performance eines Fonds relativ zu den anderen Fonds desselben Sektors. Ein Sektor entspricht dabei einer Anlagekategorie, wie z.B. 'Aktien Europa' oder 'Renten International'. Berechnungsgrundlage für das Star-Ranking ist die durchschnittliche monatliche Performance der letzten drei Jahre, dividiert durch die Volatilität, also die Schwankungsbreite des Fonds.
Auf Basis dieser Berechnung werden nach folgendem Schema Stars vergeben. Fünf Stars für die besten 10 Prozent aller bewerten Fonds eines Sektors, vier Stars für die besten 11 bis 30 Prozent, drei Stars für die besten 31 bis 51 Prozent, zwei Stars für weitere 25 Prozent und ein Star für die untersten 25 Prozent.
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| S&P 500 |
Der US-Aktienindex STANDARD & POOR´s 500 umfasst 500 Unternehmen, wovon 400 aus dem Industriesektor, 40 aus dem Versorgungssektor, 40 aus dem Finanzsektor und 20 aus dem Verkehrssektor stammen.
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| Sparerfreibetrag |
Der Sparerfreibetrag ist der Betrag, bis zu dem Einkünfte aus Kapitalvermögen von der Steuer befreit sind. Zur Zeit liegt dieser bei 1.601 Euro (Ledige) bzw. 3.202 Euro (Verheiratete) einschließlich des Werbekostenpauschbetrags.
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| Spekulationsfrist |
Die Spekulationsfrist bezeichnet einen Zeitraum, in dem für realisierte Kursgewinne eine Besteuerung gilt. Die Gewinne werden zum sonstigen erzielten Einkommen addiert. Die Frist beträgt zur Zeit 12 Monate. Danach sind die Gewinne steuerfrei.
Auf Fondsebene gilt die zwölfmonatige Spekulationsfrist derzeit nicht. Dies gibt dem Fondsmanager die Freiheit, Gewinne jederzeit mitzunehmen.
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| Spezialfonds |
Bei Spezialfonds wird das Sondervermögen für einen von vornherein feststehenden Kreis von Anteilinhabern (maximal 10 Personen), die nicht natürliche Personen sind, aufgelegt. Hierbei handelt es sich im Regelfall um größere Unternehmen oder Institutionen, welche - neben anderen Vorteilen - ein professionelles Anlagemanagement durch eine Investmentgesellschaft nutzen wollen.
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Steuerpflichtige Bruttoerträge |
Bei der Steuerpflicht von Erträgen aus Investmentanteilen ist zu unterscheiden, ob die Anteile (siehe Anteilschein) im Privat- oder Betriebsvermögen gehalten werden. Im Privatvermögen setzen sich die zu versteuernden Erträge zusammen aus den ordentlichen Erträgen, wie Zinsen, Dividenden und Gewinnen aus kurzlaufenden Termingeschäften. Bei Anteilscheinen im Betriebsvermögen kommen noch Bezugsrechtserlöse und ausgeschüttete Veräußerungsgewinne hinzu.
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| Stückaktien |
Stückaktien sind Aktien, die sich auf einen Anteil am Kapital einer Aktiengesellschaft beziehen. Bei einer echten Stückaktie ist deren Anzahl in der Satzung festgeschrieben. Die unechte Stückaktie (Quotenaktie) lautet auf einen bestimmten Anteil am Kapital.
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| Tafelgeschäft |
Bei Tafelgeschäften werden Wertpapiergeschäfte direkt am Bankschalter getätigt. Der Käufer erhält die Wertpapiere gegen Barzahlung ausgehändigt. Die Verwahrung erfolgt dann durch den Anleger.
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| TecDax |
Der TecDAX bildet die Entwicklung der 30 größten Technologieunternehmen des Prime Standard ab, die den im Aktienindex DAX enthaltenen Unternehmen hinsichtlich Orderbuchumsatz und Marktkapitalisierung nachfolgen. Der Index basiert auf den Kursen des elektronischen Handelssystems Xetra.
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| TER (Total Expense Ratio) |
Mit der Gesamtkostenquote veröffentlicht die KAG im Rechenschaftsbericht die bei der Verwaltung des Sondervermögens innerhalb des vorangegangenen Geschäftsjahres zu Lasten des Sondervermögens angefallenen Kosten (ohne Transaktionskosten). In allen nach Abschluss des Geschäftsjahres veröffentlichten oder neu aufgelegten Verkaufsunterlagen und Werbeinformationen weist sie den Gesamtbetrag dieser Kosten als Prozentsatz des durchschnittlichen Fondsvolumens aus.
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| Thesaurierende Fonds |
Bei thesaurierenden Fonds werden die Erträge nicht ausgeschüttet, sondern einbehalten bzw. im Fonds wieder angelegt. Der Anleger profitiert so vom Zinseszinseffekt.
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| Thesaurierung |
Bei thesaurierenden Fonds verbleiben die im Geschäftsjahr erwirtschafteten Erträge dauerhaft im Fondsvermögen und erhöhen so permanent den Anteilwert. Eine Ausschüttung an den Anleger findet nicht statt. Das Gegenteil dazu sind ausschüttende Fonds, die in der Regel einmal jährlich die aufgelaufenen Erträge an die Anleger auszahlen.
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| Total Return |
Bei diesen Ansatz steht die Generierung eines stetigen, positiven Ertrags bei möglichst geringer Schwankungsbreite im Vordergrund. Dabei orientiert man sich nicht an einer Benchmark, sondern versucht, mit Auswahl über den Einsatz aller Kapitalmarktinstrumente zu investieren.
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| Tracking Error |
Der Tracking Error misst die Abweichung der Rendite eines Fonds von der Rendite einer bestimmten Referenzgröße (i.d.R. seiner Benchmark). Der Wert ist sozusagen die während des Jahres 'eingefahrene' Standardabweichung zwischen dem Fonds und der Referenzgröße.
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| Tradingfonds |
siehe No-load-funds
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| Transaktionskosten |
Diese Kosten entstehen mittelbar durch die Vornahme von Transaktionen (Kauf- und Verkauf von Wertpapieren) und werden dem Fondsvermögen belastet.
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| Trusts |
Englische Bezeichnung für Investmentfonds.
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| U-Z |
| Umbrella-Fonds |
Umbrella-Fonds sind Investmentfonds, die dem Anleger unter einem gemeinsamen Schirm (engl.: umbrella) Anlagemöglichkeiten in verschiedenen Einzelfonds der gleichen Investmentgruppe bieten. Jeder Unterfonds hat einen speziellen Anlageschwerpunkt.
Im Unterschied zu einem Dachfonds entscheidet der Anleger selbst, welche Fonds der 'unter dem Regenschirm' vorhandenen Fonds er erwirbt.
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| Value-Ansatz |
Value-Fonds werden nach dem wertorientierten Investmentansatz gemanagt, d.h. es werden Unternehmen gesucht, die der Markt vernachlässigt hat, weil ihr wahrer Wert noch nicht erkannt wird. Kontinuierliches Wachstum zu einem möglichst günstigen Preis einkaufen und keine optisch günstigen Unternehmen ins Portfolio nehmen, ist die Maxime des Fondsmanagements.
Die Sicherung und strategische Positionierung der Investments haben oberste Priorität. Der Investmentansatz ist langfristig ausgerichtet und folgt keinen kurzfristigen spekulativen Markttrends. Unter Berücksichtigung der Substanzhaltigkeit werden die Chancen der Anleger optimiert.
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| Verfügbarkeit |
Die Kapitalanlagegesellschaft verpflichtet sich, Investmentanteile von Kunden börsentäglich zurückzunehmen. Die Gutschrift des Gegenwerts erfolgt in der Regel nach zwei Börsentagen.
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| Verkaufsprospekt |
Das Kapitalanlagegesetz (KAGG) schreibt zwingend vor, dem Käufer von Investmentanteilen einen Verkaufsprospekt mit den Vertragsbedingungen des Investmentfonds zur Verfügung zu stellen. Er enthält alle Angaben, die für die Beurteilung einer Anlage in Investmentfonds von wesentlicher Bedeutung sind. Der Anleger hat zudem die Sicherheit, dass Anlagepolitik und Streuung eines Fonds gemäß der Richtlinien des Verkaufsprospekts durchgeführt werden.
Hierzu gehören Angaben über Firma, Rechtsform, Sitz und Eigenkapital der Investmentgesellschaft und der Depotbank sowie die gesetzlich geforderten Angaben der Vertragsbedingungen. Der Verkaufsprospekt wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) genehmigt.
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| Vermögenswirksame Leistungen |
Vermögenswirksame Leistungen Eine staatliche Förderung Das Vermögensbildungsgesetz schreibt fest, dass Anlagen in Aktienfonds und Bausparverträge staatlich gefördert werden. Die Förderung beträgt maximal 888 Euro pro Jahr. Davon können bis zu 480 Euro für das Bausparen und bis zu 408 Euro für Anlagen in Aktienfonds jährlich gefördert werden. Dabei legt meistens der Arbeitgeber die Leistungen für den Arbeitnehmer nach dessen Wahl an. Die Voraussetzung für eine staatliche Förderung ist, dass das zu versteuernde Jahreseinkommen bei Ledigen unter 17.900 Euro und bei zusammen veranlagten Ehegatten unter 35.800 Euro liegt (siehe auch Arbeitnehmersparzulage).
Ein Aktienfonds erfüllt die Voraussetzungen für die Anlage von vermögenswirksamen Leistungen, wenn er zu mindestens 60% in Aktien und Immobilienzertifikate investiert.
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| Verwaltungsgebühr/-vergütung |
Die Verwaltung eines Fonds verursacht Kosten, z.B. für das Fondsmanagement, Fondsbuchhaltung und Information der Anteilinhaber. Die Kapitalanlagegesellschaft berechnet deshalb für ihre Portfoliomanagement- und Verwaltungsleistung einen festgelegten Prozentsatz des Fondsvermögens als Verwaltungsgebühr oder auch Verwaltungsvergütung. Die Höhe dieser Gebühr wird in den Vertragsbedingungen genannt.
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| Volatilität |
Die Volatilität bezeichnet die erwartete oder historische Schwankungsbreite des Basiswerts (z.B. Aktien) während eines bestimmten Zeitraums um einen Durchschnittswert. Spricht man beispielsweise von fünf Prozent Volatilität, hat der Kurs des Wertpapiers zwischen 95 und 105 Prozent des aktuellen Kurswerts geschwankt. Volatilität ist damit ein Kennwert des Risikos. Eine hohe Volatilität ist ein Unsicherheitsindikator.
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| Wachstumswertefonds |
Ein Wachstumswertefonds ist als Geldanlage für risikobewusste, langfristig orientierte Anleger gedacht. Er investiert überwiegend in Wachstumswerte, bei denen überdurchschnittliche Gewinnpotenziale unterstellt werden.
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| Wertentwicklung |
Mit der Wertentwicklung wird der Erfolg einer Kapitalanlage gemessen. Für diese Entwicklung, auch Performance genannt, gibt es verschiedene Betrachtungsweisen.
Die Wertentwicklungsberechnungen des BVI Bundesverband Deutscher Investment- und Vermögensverwaltungsgesellschaften e.V. in Frankfurt vergleichen die Managementleistung und dienen als Vorstufe für die Berechnung des persönlichen Anlageerfolgs.
Die BVI-Methode berechnet die Wertentwicklung für eine einmalige Anlage eines bestimmten Betrags. Maßgebend sind die Anteilwerte der Fonds zu Beginn und zum Ende des Berechnungszeitraums sowie die Gesamtausschüttungen inklusive der Körperschaftssteuerguthaben.
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| Wertpapierkennnummer (WKN) |
Jeder Aktie, jedem Optionsschein oder Fonds ist eine eindeutige Wertpapierkennnummer zugeordnet, durch die das Wertpapier zu identifizieren ist. Die Nummer dient zur Abwicklungserleichterung des Wertpapierverkehrs.
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| Wiederanlage |
Ausschüttende Fonds zahlen meistens einmal im Jahr die zugeflossenen Erträge an ihre Anleger aus. Sofern ein Anleger auf die jährliche Ausschüttung nicht angewiesen ist, empfiehlt sich die Wiederanlage dieser Erträge. Für die jährlichen Erträge werden dann immer neue Anteile oder Bruchteile von Anteilen erworben, die ihrerseits Erträge abwerfen, die erneut angelegt werden können.
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| Wiederanlagerabatt |
Für die Wiederanlage von ausgeschütteten Erträgen gewähren die meisten Kapitalanlagegesellschaften innerhalb eines begrenzten Zeitraums ihren Kunden Vorzugskonditionen, d.h. der Fondskauf erfolgt nicht unter Zugrundelegung des üblichen Ausgabepreises, sondern rabattiert. Werden Fondsanteile bei einer Bank im Depot verwahrt oder Ertragsscheine zur Einlösung und Neuanlage vorgelegt, übernimmt das jeweilige Kreditinstitut die Abwicklung.
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| Xetra |
Im November 1997 begann der elektronische Wertpapierhandel in Deutschland: Mit Xetra (Exchange Electronic Trading) führte die Deutsche Börse AG nach einer zweijährigen Planungsphase eine elektronische Handelsplattform ein. Es können alle Aktien, Anleihen und Optionsscheine gehandelt werden, die an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind.
Voraussetzung für die Teilnahme am Xetra-Handel ist die Zulassung an einer deutschen Wertpapierbörse und natürlich ein leistungsfähiges Computersystem mit Netzanschluss. Auch Privatpersonen können ihre Wertpapiere im Xetra-Handel kaufen bzw. verkaufen, allerdings nur über ihre Bank.
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XTF (= Exchange Traded Funds) |
Es handelt sich um ein Marktsegment der Deutschen Börse AG, in dem Anteile von zugelassenen Index- und aktiv gemanagten Aktienfonds gehandelt werden. Damit stehen neben der gewohnten täglichen Preisfeststellung ein zweites Preisbildungssystem und ein zweiter Orderweg zur Verfügung.
Voraussetzung für die Teilnahme am Xetra-Handel ist die Zulassung an einer deutschen Wertpapierbörse und natürlich ein leistungsfähiges Computersystem mit Netzanschluss. Auch Privatpersonen können ihre Wertpapiere im Xetra-Handel kaufen bzw. verkaufen, allerdings nur über ihre Bank.
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Zerobonds (= Nullkuponanleihe) |
Unter Zerobonds versteht man Anleihen, die keinen Zinskupon tragen und damit nicht laufend verzinst werden. Sie werden deutlich unter pari emittiert und bei Fälligkeit zum Nominalwert eingelöst.
Wegen der langen Laufzeit, in der Regel zwischen 10 und 25 Jahren, sollte der Anleger der Bonität des Schuldners besondere Aufmerksamkeit schenken. Es kommen deshalb vor allem Emittenten mit erstklassigem Rating in Frage. Kurse von Zerobonds unterliegen meist starken Schwankungen: bei fallenden Marktzinsen kommt es zu einem Kursanstieg, bei steigenden Marktzinsen zu einem Kursrückgang. Zerobonds sollten daher vor allem in Hochzinsphasen gekauft werden.
Diese Anlageart ist insbesondere für Investoren geeignet, die Zinserträge in die Zukunft, beispielsweise zur Altersvorsorgung, verschieben wollen, weil sie dann weniger Steuern bezahlen müssen als während ihrer aktiven Zeit.
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| Zertifikat |
Ein Zertifikat ist eine Inhaberschuldverschreibung, die spezielle Leistungen (z.B. Zins oder Beteiligung an einer Indexwertentwicklung) verbrieft.
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| Zinsabschlagsteuer |
Bei Ausschüttungen gibt es einen zinsabschlagsteuerpflichtigen Anteil, der im Rahmen der persönlichen Einkommenssteuer verrechnet wird. Der Anteil umfasst Zinseinkünfte, Erträge aus Vermietung und Verpachtung sowie Gewinne aus kurzfristigen Termingeschäften. Auf diesen Anteil sind 30 Prozent Zinsabschlagsteuer abzuführen, bei Tafelgeschäften 35 Prozent. Der Anteil wird anonym vom depotführenden Institut an das Finanzamt abgeführt.
Bei Thesaurierung werden generell 30 Prozent des zinsabschlagsteuerpflichtigen Teils der thesaurierten Erträge einbehalten. Eine Abstandnahme vom Steuerabzug ist grundsätzlich bei Vorlage eines Freistellungsauftrags bzw. einer Nichtveranlagungs-Bescheinigung möglich.
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| Zwischengewinn |
Unter Zwischengewinn versteht man den im Anteilpreis enthaltenen Ertragsanteil. Dieser setzt sich aus Zinsen und Zinsansprüchen aus dem laufenden Geschäftsjahr zusammen. Der Zwischengewinn unterliegt der Einkommenssteuer sowie der 30 prozentigen Zinsabschlagsteuer (bei Eigenverwahrung: 35%) bei Veräußerung während des Geschäftsjahres des Fonds.
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