Stimmen zum nachhaltigen Investment, zur Plattform und ihren Zielen
(in alphabetischer Reihenfolge)


In der Rubrik Dialog werden übergeordnete Fragestellungen angesprochen. Statements wurden erbeten von Personen und Institutionen, die einen wesentlichen Beitrag zur Marktentwicklung geleistet haben. Stellungnahmen zu einzelnen Fonds, Indizes, Unternehmen oder Rating-Agenturen sind nicht vorgesehen.


Max Deml (ÖKO-INVEST-Verlag, Wien)

"Im deutschsprachigen Raum ist diese Datenbank inhaltlich und technisch die Nummer eins aller Gratis-Informationsangebote im Bereich ethisch-ökologisch orientierter Investmentfonds, Aktien und Indizes. Die "nachhaltiges-investment"-Plattform hat damit einen Stammplatz im Internetkapitel unseres Jahrbuchs ´Grünes Geld´ sicher.

Ich wünsche dem Institut ein nachhaltiges Echo auch außerhalb der Fachwelt und hoffe für alle, die Aktienrisiken scheuen oder die mit ihrem Investment auch eine direkte Finanzierungswirkung verbinden wollen, dass in Zukunft auch Sparprodukte, festverzinsliche Anlagen oder außerbörsliche Beteiligungen an Windparks etc. ähnlich umfassend und unabhängig dargestellt werden können."



Dr. Alois Flatz (SAM Sustainable Asset Management)

"Diese Informationsplattform deckt eine Lücke. Wer sich zu Sustainability Investing ohne viel Zeitaufwand und Energie informieren will, der hat hiermit das richtige Werkzeug. Diese Webseite ist deswegen so wertvoll, weil sie eines der wichtigsten Prinzipien für langfristigen Erfolg fördert - Transparenz. Zudem ist sie übersichtlich, einfach bedienbar und basiert auf der Prinzipien der Wissenschaft - pragmatisch angewandt. Dem trotz Börsenflaute steigenden Segment von Sustainability-Investing erweist die Informationsplattform einen großen Dienst. Ich möchte den Initiatoren gratulieren und Ihnen viel Erfolg für die Zukunft wünschen."



Kirein Franck
(imug Beratungsgesellschaft für sozial-ökologische Innovationen mbH)

"In der Weiterentwicklung des Marktes für nachhaltiges Investment wird die Transparenz bei Qualität und Angebot die entscheidende Rolle spielen. Informationen über Finanzanlagen gibt es - so scheint es jedenfalls - genug. Aber nur wenige beziehen sich auf die Qualität der Geldanlagen. Und hier herrscht häufig  - weil eine "Information" schon eine Bewertung beinhalten kann - eine berechtigte Unsicherheit. Unsere repräsentativen Befragungen haben gezeigt, dass viele private und institutionelle Anleger nicht wissen, wo sie glaubwürdige Informationen zu nachhaltigen Fonds bekommen können. Derzeit entwickeln wir in Zusammenarbeit mit Rating-Agenturen in Europa und mit Unterstützung der Europäischen Kommission einen freiwilligen Qualitätsstandard für investment research zu Nachhaltigkeits-Themen. Die Plattform "Nachhaltiges Investment" wird bestimmt eine aktive Rolle dabei spielen, in der Öffentlichkeit den Zusammenhang zwischen ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Verantwortung von Unternehmen deutlich zu machen."



Dr. Rainer Grießhammer, Christian Hochfeld, Kathrin Graulich (Öko-Institut e.V.)

"Ein Euro ist ein Euro ist ein Euro!? - Nicht, wenn er unterschiedlich investiert ist. So zumindest die Hoffnung derer, die darum bemüht sind, mit ihren Investitionen nicht nur angemessene Renditen zu erwirtschaften, sondern auch einen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung über nachhaltigeres Wirtschaften in Unternehmen leisten zu können. Nur wenn mittel- und langfristig nachgewiesen werden kann, dass nachhaltiges Investment der Schlüssel ist, um die Potenziale der Finanzmärkte zur Lösung globaler Probleme zu erschließen oder gegenteilige Effekte einzuschränken, ist die große Hoffnung in diese Investmentform berechtigt. Die Transparenz auf Seiten der Anbieter von nachhaltigen Finanzprodukten und der Nachhaltigkeitsperformance der Anlageobjekte ist eine essenzielle Voraussetzung, um die vorerst leisen Signale für eine nachhaltige Entwicklung dieses Marktsegments zu erkennen und zu verstärken. Wir stehen heute erst am Anfang der Umwelt- und Nachhaltigkeitstransparenz der Finanzmärkte. Daher begrüßen wir die webbasierte Transparenzinitiative. Sie ist ein willkommener Beitrag von unabhängiger wissenschaftlicher Seite zur Förderung der Transparenz und Versachlichung der Diskussion um nachhaltiges Investment und nachhaltigeres Wirtschaften in Unternehmen. Wir hoffen mit den Arbeiten des Öko-Instituts einen Beitrag zum Erfolg dieser Initiative leisten zu können."



Robert Haßler (oekom research AG)

"Das Nachhaltige Investment lebt von Transparenz. Trotz aller Standardisierungstendenzen bleibt dieser Investmentstil ein wertebasierter Ansatz. Die Ansichten darüber, was nachhaltig ist und was nicht, können von Anleger zu Anleger variieren. Insofern ist es für die weitere Entwicklung dieses Marktes von entscheidender Bedeutung, dass interessierte Investoren die Möglichkeit haben, sich einfach und schnell über die unterschiedlichen am Markt existierenden Nachhaltigkeitsansätze zu informieren und aus der Menge der Angebote dasjenige herauszufinden, das den eigenen Präferenzen am besten entspricht. Zur Erreichung dieses Ziels kann diese Plattform langfristig einen maßgeblichen Beitrag leisten. Insofern hoffe ich, dass sich dieses Vorhaben in Zukunft als eine Informationsbörse für nachhaltiges Investment etabliert, die von allen Marktteilnehmern getragen wird und die nötige Transparenz erzeugt."



Gabi Hildesheimer
(Schweizerische Vereinigung für ökologisch bewusste Unternehmungsführung)

"Das langjährige, konsequente und überzeugte Engagement vieler Unternehmen in ökologischer und gesellschaftlicher Hinsicht findet noch nicht genügend Anerkennung auf dem Markt. Die Nachfrage nach entsprechenden Anlageformen ist ein entscheidender Hebel zur Verstärkung der Nachhaltigkeit in der Wirtschaft. Die Plattform präsentiert wertvolle Informationen in sehr übersichtlicher Weise, vermittelt das erforderliche Wissen und erhöht die Transparenz. Wir hoffen dank diesem breit zugänglichen und einfach zu bedienenden Werkzeug auf einen kräftigen Zuwachs an Kapital in den Nachhaltigkeitsprodukten und freuen uns auf positive Rückwirkungen auf die Unternehmen."



Walter Kahlenborn (Forum Nachhaltige Geldanlage)

"Vor nicht allzu langer Zeit bestand für den Privatanleger noch das Problem, überhaupt einen ethisch-ökologisch orientierten Fonds zu finden. Dies hat sich erfreuerlicherweise geändert. Die Anzahl solcher Fonds ist in wenigen Jahren stark gewachsen; jeden Monat kommen neue Fonds hinzu. Übersichtlichkeit und Transparenz sind damit zunehmend entscheidend. Die Plattform der EBS ist hierbei ein wichtiger, sehr gut gelungener Baustein, und dem BMBF ist für die Unterstützung dieses Projektes sehr zu danken. Weitere Maßnahmen müssen jedoch folgen. Das Forum Nachhaltige Geldanlagen als Vereinigung aller namhaften Anbieter von entsprechenden Finanzprodukten im deutschsprachigen Raum unterstützt diesen Prozess der Transparenzsteigerung mit seiner - zusammen mit dem europäischen Dachverband Eurosif - lancierten Initiative der Schaffung von Transparenz-Leitlinien für ethisch-ökologisch orientierte Fonds."



Dr. Elmer Lenzen (Verlag UmweltDialog)

Umweltschutz und soziale Belange spielten bisher an den Kapitalmärkten der Welt kaum eine Rolle. Doch das ändert sich: Immer mehr Menschen wollen ihr Geld mit gutem Gewissen und guten Renditen anlegen. Nachhaltige Investmentformen boomen: In den USA machten SRI-Fonds Ende 2003 mit etwa 2.150 Mrd. US-Dollar Anlagevermögen rund elf Prozent aller professionell gemanagten Assets aus. In Europa ist der Markt mit 34 Mrd. Euro noch verhältnismäßig bescheiden, doch die Wachstumsraten sind mit zehn Prozent im Jahresdurchschnitt rasant. Und der Trend hält: 47 Prozent der Finanzmakler in Deutschland erwarten weiterhin ein kräftiges Wachstum. Für Verbraucherinnen und Verbraucher sind für die Produktentscheidung Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit wichtig. Hier leistet die Webseite "Nachhaltiges Investment" vorbildliche Arbeit.



Thomas Loew  (Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) gGmbH)

"Dem vielfach geäußerten Lob für die hergestellte Transparenz möchte ich mich unbedingt anschließen. Für die Wissenschaft und ebenso für die Anbieter stellen die angebotenen Informationen eine hervorragende Datengrundlage dar, auf deren Basis der Markt analysiert werden kann. Aus dem so gewonnenen Verständnis über das Angebot lassen sich neue Ideen entwickeln, z.B. für neue innovative SRI-Produkte oder für intelligente Maßnahmen zur Förderung dieses wichtigen Marktsegments. Von daher würde ich mir wünschen, dass die Anbieter ihre bereitgestellten Informationen regelmäßig aktualisieren und so die Transparenz nachhaltig sicher stellen."



Prof. Dr. Lorenz M. Hilty
(Leiter der Abteilung Nachhaltige Informationstechnologie, Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, St.Gallen)

“Die Plattform für nachhaltiges Investment ist ein Paradebeispiel dafür, wie durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien Transparenz geschaffen werden kann. Transparenz, die es dem verantwortungsbewussten Anleger erlaubt, seine Entscheidungen auf einem hohen Informationsstand zu treffen. Ich wünsche dieser Plattform großen Erfolg und hoffe auf dauerhafte Neutralität des Informationsangebots."



Dr. Christa Liedtke, Timo Busch (Wuppertal Institut)

"Der Finanzmarkt mit seinen Anlegern und Investoren ist ein wichtiger Akteur für – aber auch leider oftmals gegen – eine nachhaltige Entwicklung. Freier Handel versus öko-sozialer Marktwirtschaft finden natürlich auch hier ihren Niederschlag. Anleger und Investoren können im "Spiel" der Mächte und Wirtschaftstheorien durchaus über ihre Kapitalanlage bedeutende Akzente für Umwelt, Menschen und wirtschaftliche Entwicklung setzen. Sie können ihre Verantwortung aber erst dann ausreichend wahrnehmen, wenn sie verlässliche, richtungssichere und transparente Informationen dazu vorfinden. Bisher bestand kaum die Möglichkeit, gebündelt und ohne großen Aufwand an detaillierte Informationen über verschiedene Anlageformen, Anbieter und deren Auswahlkriterien zu kommen. Ebenso konnten auch Vermittler auf keine entsprechende fokussierte Informationsplattform zurückzugreifen, falls ein Kunde entsprechende Produkte wünschte. Die hier vorgestellte Plattform schafft eine ausgezeichnete Basis, um ein mittel- bis langfristig nachhaltigeres und damit risikoärmeres Investment für Anleger und Investoren zu ermöglichen und gleichzeitig den Beitrag des Kapitalmarkts und damit der Wirtschaft insgesamt zu einer nachhaltigeren Entwicklung zu erhöhen."



Volkmar Lübke (Mitglied des Bundesvorstandes der Verbraucher Initiative) 

"Diese Datenbank ist ein wichtiger und überfälliger erster Schritt hin zu mehr Transparenz in einem Markt, in dem man ethische, kommerzielle und PR-Motive (z. B. unter dem "weichen" Begriff der "Nachhaltigkeit") nur noch schwer voneinander isolieren kann. Der erste - und verbraucherpolitisch wichtige - Schritt zu mehr Markttransparenz auf der Angebotsseite ist damit getan. Dazu seien den Trägern der Plattform hier erst einmal herzliche Glückwünsche ausgesprochen! Was uns aus der Sicht des Verbraucherinteresses natürlich noch fehlt, sind möglichst allgemein akzeptierte Maßstäbe, die dem Nutzer auch eine Bewertung der vielfältigen Angebote eröffnen können. Bekanntlich sind die Unabhängigkeit, die Research-Qualität und die Beratungsqualität der Akteure in diesem Markt ja sehr unterschiedlich einzuschätzen. An einer Weiterentwicklung der Plattform in diesem Sinne werden wir uns gern beteiligen!"


Dr. York Lunau, Dr. Stefan Streiff
(civis® / Institut für Wirtschaftsethik, Universität St. Gallen)

"Nachhaltiges Investment war als Portal wirklich überfällig! Interessant besonders die Anlagekriterienliste. Bewusst nicht: "Ausschluss", denn auch wenn ein realisierbares Auswahlinstrument zunächst wohl hier ansetzen muss, sind schon jetzt einige Elemente dabei, die dereinst positiv formuliert werden könnten (z. B. statt "Behinderung nachhaltigen Wirtschaftens" vielleicht "überdurchschnittlich aktive Klärung und Umsetzung nachhaltiger Wirtschaftsweisen"). Dann würden auch so wichtige Aspekte wie etwa "Pflege eines Dialogs mit Betroffenen und Interessierten mit ernsthaften Konsequenzen" nach und nach Eingang ins System finden können. Am Horizont winkt die Möglichkeit, ein differenziertes Profil des gesuchten Fonds eingeben zu können und dabei viel über zeitgemäße Ansprüche an das Handeln von Unternehmen zu lernen. So wäre noch stärker berücksichtigt, was aus Sicht einer integrativ konzipierten Wirtschafts- und Unternehmensethik so wichtig ist: das Streben nach sinnvollem und verantwortungsbewusstem Handeln nicht ausschließlich als Frage von Begrenzungen (Leitplanken), sondern auch als Frage nach verdienten Erfolgen (Leitsterne) zu betrachten."



Klaus Milke, Vorsitzender der Stiftung Zukunftsfähigkeit

"Nachhaltigkeit und Stiftungen haben sehr viel miteinander zu tun. Stiftungen binden Kapital mit einer bestimmten Zwecksetzung auf Ewigkeit. Auch Nachhaltigkeit ist auf Langfristigkeit angelegt. Viele Stiftungen haben soziale, ökologische und ethische Zwecksetzungen. Warum nicht entsprechend der eigenen Stiftungsziele investieren und so Gesellschaft zukunftsfähig mitgestalten?"



Dr. Reinhard Paulesich (Wirtschaftsuniversität Wien)

"Österreich hat im Vergleich zu Deutschland oder der Schweiz einen historisch erklärbaren Rückstand die Ausformung des Kapitalmarktes betreffend. Mehrere Währungs- und Börsenkrisen bis in die Zwischenkriegszeit sind dazu als einschneidende Ereignisse zu nennen. In den letzten 10 Jahren aber ist die ‚Furcht ums Geld‘ stärkerem Engagement und Interesse gewichen. Vertrauen und Sicherheit bestimmen aber weiterhin schwergewichtig Geldentscheidungen. Eine neutrale Plattform im Web bietet Nutzern Überblick und Detailinformationen gleichermaßen – unverbindlich und anonym. Der Begriff Nachhaltigkeit findet als Umweltverträglichkeit und soziale Verantwortlichkeit von Unternehmen hohen Zuspruch unter den Inhabern von Sparbüchern. Mit der gebotenen Struktur unterstützt die Plattform daher auch unsere Bemühungen ‚Nachhaltige Entwicklung‘ in den Finanzmarkt Österreich zu bringen."



Andrea Ramisberger (INrate)

"An nachhaltigen Anlagen Interessierte mussten bisher einen hohen Suchaufwand betreiben, um aus dem zunehmend breiteren Angebot am Markt dasjenige Produkt herauszufiltern, welches den eigenen Vorgaben und Zielsetzungen am besten entsprach. Hier bietet die neue online-Plattform echte und wichtige Unterstützung, indem sie Transparenz und raschen Zugang zu Informationen schafft."



Prof. Dr. Rüdiger von Rosen (Deutsches Aktieninstitut)

“An der Börse gibt es nach zuletzt schwierigen Jahren wieder positive Signale. Dazu gehört die steigende Zahl von Direktaktionären. Aktionäre setzen sich intensiver als früher mit der Frage auseinander, wo sie ihr Geld anlegen. Wir haben uns solche mündigen Aktionäre immer gewünscht. Voraussetzung dafür ist aber ein hohes Maß an Information und Transparenz. Diese Markttransparenz für den Bereich der sogenannten nachhaltigkeitsorientierten Investmentfonds herzustellen, hat sich die Plattform zur Aufgabe gemacht. Je erfolgreicher sie ist, desto besser ist es für die Aktienakzeptanz in Deutschland."



Stefan Rostock, Germanwatch

"Klimawandel findet statt. Investitionen sind von den direkten und regulativen Folgen des Klimawandels betroffen. Jede Kapitalanlageentscheidung birgt Risken, die derzeit ins Risikomanagement der Anlagen nicht einbezogen werden, z. B.: Wie ist das Unternehmen von zunehmenden Starkwetterereignissen betroffen? Welche Treibhausgasrisiken hat das Unternehmen? Transparenz ist Vorausetzung für Nachhaltigkeit. Nachhaltiges Investment ist zur Frage ökonomischer Klugheit geworden."



Prof. Dr. Henry Schäfer
(Universität Stuttgart, Lehrstuhl für allgemeine BWL und Finanzwirtschaft)

"Nachhaltige Geldanlage in Deutschland - ein lange Zeit von der Financial Community nicht beachteter Anlagestil, ja vielleicht sogar ein Anlagephänomen. Dessen ungeachtet hat sich eine unübersehbare Dynamik in diesem Segment des deutschen Kapitalmarkts entwickelt. Dass besonders in ausgeprägten Börsenbaissen gerade die Gruppe der nachhaltig orientierten Anleger weitgehend ihren Portfolios treu bleiben, mag ein weiteres Indiz für die "Nachhaltigkeitstendenz in der nachhaltigen Geldanlage" sein. Wie bei jeder dynamischen Marktentwicklung zeigen sich auch hier zunehmende institutionelle Friktionen, die in der Unübersichtlichkeit von Beurteilungskriterien (für Nachhaltigkeit) und einem ausufernden Produktangebot am deutlichsten erkennbar sind. Die nun verfügbare Plattform ist mit Sicherheit ein wichtiger Schritt hin zur Erhöhung der Markttransparenz und dient letztendlich dem Anlegerschutz."



Dr. Michael Schröder
(Centre for European Economic Research (ZEW), Head of Dept. International Finance, Financial Management and Macroeconomics)

"Ich halte es für eine gute Idee, wirtschaftliche Informationen zum Thema der Nachhaltigkeit in sehr umfassender Weise zusammenzustellen und im Internet zu präsentieren. Die website ist insbesondere auch für institutionelle und private Anleger interessant. Sie können sich schnell und einfach einen aktuellen Überblick über die auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Anlageprodukte verschaffen und die Entwicklung dieses noch relativ kleinen Marktsegmentes laufend verfolgen. Besonders gut gefällt es mir, dass auch Studien und wissenschaftliche Publikationen z. B. zur Wertentwicklung von Fondsprodukten und Nachhaltigkeits-Indizes zur Verfügung gestellt werden. Dadurch ist es möglich, die Performance der Produkte aus diesem Marktsegment kritisch zu betrachten und die für die eigene Anlagestrategie am besten geeigneten auszuwählen. "



Carl-Albrecht von Treuenfels, Werner Zidek (WWF Deutschland)

"Die Bündelung und Bereitstellung von Informationen zu Nachhaltigkeitsfonds via Internet schließt eine Lücke für alle an diesem Themenkreis interessierten Marktteilnehmer. Es ist sowohl für institutionelle als auch private Investoren ein wichtiger Schritt zu größerer Markttransparenz. Damit besteht eine zusätzliche Chance für die schnelle und gezielte Vorbereitung von Anlageentscheidungen unter dem Primat der umweltverträglichen Ausrichtung wirtschaftlichen Handelns. Der WWF begrüßt es sehr, dass das Institut für Ökologie und Unternehmensführung an der European Business School mit der Einführung einer öffentlich zugänglichen Plattform diesem wichtigen Marktsegment neue Impulse gibt



Jürgen Trittin (Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Berlin)

"In den letzten Jahren hat sich der Markt für nachhaltige Geldanlagen trotz eines schwierigen Börsenumfelds erfreulich weiterentwickelt. Diese Anlagen waren bisher vor allem für ökologisch, ethisch und sozial engagierte Geldanleger interessant. Um die Vorzüge ökologischer Geldanlagen auch einem größeren Kundenkreis zu vermitteln, sind Medien wie die Plattform oder die vom Bundesumweltministerium herausgegebene, demnächst in einer aktualisierten und erweiterten zweiten Version erscheinende Broschüre "Mehr Wert: Ökologische Geldanlagen" eine wichtige Informationsquelle. Sie tragen damit zur umweltpolitischen Modernisierung der Wirtschaft bei. Um die Entscheidungsfindung potenzieller Anleger zu erleichtern, halte ich es für wichtig, dass diese möglichst konkrete Auskunft dazu verlangen und erhalten, was die jeweilige Anlage konkret zur Nachhaltigkeit des Wirtschaftens beiträgt."



Dr. Gerhard Voss, Dr. Hendrik Biebeler, Dr. Mahammad Mahammadzadeh
(Institut der deutschen Wirtschaft Köln)

"Für Kapitalanleger, Finanzdienstleister und die Öffentlichkeit ist es von großem Interesse, wie das Nachhaltigkeitsprinzip in der Wirtschaft angewendet wird und inwieweit es den Erfolg eines Unternehmens bestimmt. Kompakte und schnelle Informationen über das Nachhaltigkeitsmanagement in den Unternehmen sind heute noch rar. Eine entsprechende Informationsplattform kann einer nachhaltigen Entwicklung in der Wirtschaft zusätzliche Schubkraft verleihen. Vor diesem Hintergrund ist es sehr zu begrüßen, dass sich das Institut für Ökologie und Unternehmensführung an der European Business School der Aufgabe angenommen hat, in übersichtlicher, objektiver und wissenschaftlich begründeter Form auf einer allgemein zugänglichen Website genau diese Informationen bereitzustellen."




Prof. Dr. Bernd Wagner (Universität Augsburg, Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer)

"Die Transparenz der Marktentwicklung ist eine wesentliche Voraussetzung für Industrieunternehmen und Finanzdienstleister, um den Standort der eigenen Unternehmenspolitik einordnen zu können. Dies gilt auch für die Einordnung der eigenen Nachhaltigkeitsorientierung und das diesbezügliche Benchmarking in der Branche. Die Plattform "www.nachhaltiges-investment.org" schafft Transparenz hinsichtlich des Angebotes an nachhaltigkeitsorientierten Fonds und Indizes und sonstigen Finanzprodukten am Markt (mit hohen Wachstumsraten), der Anlage- und Ausschlusskriterien, sie bietet einen Überblick über involvierte Unternehmen und deren Unternehmenspolitik, über Forschungsaktivitäten und -ergebnisse, über Research Provider und Ratingagenturen etc. Die Plattform "www.nachhaltiges investment" birgt mit diesem Einstieg viel Zukunftspotenzial, international bisher einmalig."




Prof. Dr. Ernst-Ulrich von Weizsäcker (Mitglied des Deutschen Bundestages)

"Transparenz ist die Basis der Marktwirtschaft. Wer als Investor oder für die Altervorsorge die gebührende Rücksicht auf Umwelt und Nachwelt nehmen will, ist für Transparenz und Nachprüfbarkeit dieser Kriterien dankbar. Die Marktausweitung von ökologisch und ethisch geprüften Wertpapieren kann zur entscheidenden Voraussetzung für eine dauerhafte Akzeptanz der freiheitlichen Marktwirtschaft werden. Bei Millionen von Verlierern der globalen Marktwirtschaft und bei Umweltschützern ist diese Akzeptanz im Schwinden. Der ständige Verweis auf den gescheiterten Kommunismus reicht ihnen als Argument nicht mehr aus. Ökologisch-ethisches Investment wird zur tragenden Säule der nachhaltigen Marktwirtschaft!"



Axel Wilhelm (scoris GmbH)

"Nachhaltiges Investment wird eines der zentralen Themen der nächsten Jahre im Finanzbereich sein. Gleichzeitig ist in dieser noch jungen Industrie vieles in Bewegung und es gibt erheblichen Aufklärungsbedarf. Daher ist der Ansatz der Plattform, interessierte Markteilnehmer und eine breitere Öffentlichkeit auf diesem Weg mit dem Thema vertraut zu machen und eine erste Orientierung im weiten Feld der nachhaltigen Kapitalanlagen zu geben, begrüßenswert. Es bleibt zu wünschen, dass die Plattform nicht allein ein Marktplatz der Informationen bleibt, sondern sich auch zu einem Forum für einen notwendigen Diskurs zu diesem Thema entwickeln kann."



Dr. Angelika Zahrnt und Dr. Gerhard Timm (BUND)

"Wer nachhaltig investieren möchte, kann sich auf mehreren Ebenen informieren: Nachhaltigkeitsindizes und -fonds vereinen mehrere Unternehmen und erleichtern den Überblick. Für gezielte Informationen über einzelne Unternehmen bieten deren Nachhaltigkeitsberichte eine wichtige Orientierung. Da diese Berichte aber von den Unternehmen selbst verfasst werden, sind ergänzende unabhängige Informationen von Medien und Nichtregierungsorganisationen unverzichtbar. Denn leider sind soziale und ökologische Missstände weltweit immer noch an der Tagesordnung. Die Publikation "Natur in der Defensive" zeigt in 22 Fallbeispielen, dass auch und gerade große Konzerne die Grundsätze für nachhaltiges Wirtschaften häufig verletzen. Der BUND/Friends of the Earth fordert deshalb verbindliche Regeln für globale Konzerne."



Peter Zollinger (Executive Director SustainAbility Ltd. London, New York und Zürich)

"Für Investoren sind unabhängige und glaubwürdige Quellen der Information Gold wert. Wie uns in jüngster Vergangenheit dramatisch vor Augen geführt wurde, müssen Anlageinformationen, welche wirklich frei von Interessenskonflikten sind, als knappe Ressourcen bezeichnet werden. Das trifft auch für Investoren zu, welche nachhaltige Anlagen tätigen möchten. Gerade weil Nachhaltigkeit Themen zum Inhalt hat, welche von verschiedenen Werthaltungen der Gegenwartsgesellschaft geprägt sind, ist es für Anleger eine Herausforderung, Information und Beratung zu finden, welche ihre Klarsicht mehr fördert und als verhindert. Diese neue Plattform bedeutet ein Schritt in die richtige Richtung. Der Anfang ist sehr gut gelungen. Wir würden hoffen, dass mit der Zeit mehr Informationen zur Performance von Anlageinstrumenten einerseits, sowie Nachhaltigkeits-Leistungsausweise der Unternehmen andererseits aufgenommen werden können. Denkbar wäre auch, dazu Zweit- und Drittmeinungen von ausgewählten Anspruchsgruppen zu integrieren."