Glossar


Aktienfonds

Ein Aktienfonds ist eine bestimmte Ausprägung eines Investmentfonds.

Allgemeine Vertragsbedingungen

Die Allgemeinen Vertragsbedingungen regeln das Rechtsverhältnis zwischen Anleger und Kapitalanlagegesellschaft (KAG) und gelten für alle Publikumsfonds der KAG jeweils in Verbindung mit den "Besonderen Vertragsbedingungen" der einzelnen Fonds.

Alphafaktor

Das Alpha steht für die sogenannte risikobereinigte Performance eines Anlagefonds, also jenen Teil der Performance, welcher nicht mit der Marktbewegung und dem Marktrisiko erklärt werden kann. Es dient der Beurteilung der Leistung eines Fondsmanagers.

Anlagegrundsätze

siehe Anlagepolitik

  • Anlagepolitik
Anlagehorizont

Anleger verbinden ihre Investitionsentscheidung mit einem zeitlichen Ziel. Der Anlagehorizont bezeichnet dabei die voraussichtliche Dauer des Investments. Unterschieden wird nach kurzfristig (Anlagen bis zu zwei Jahren), mittelfristig (Anlagen zwischen zwei und fünf Jahren) und langfristig (Anlagen zwischen fünf und zehn Jahren oder länger).

Anlagepolitik

Die Anlagepolitik definiert die Rahmenbedingungen bzw. die Schwerpunkte für das Investment eines Fonds, durch deren Umsetzung die Anlageziele erreicht werden sollen. Das Anlageuniversum wird eingegrenzt, indem beispielsweise Länder oder Regionen (Euroland, Emerging Markets etc.), Marktsegmente (Standardwerte, Neuer Markt, etc.) und Wertpapierarten (Aktien- oder Rentenfonds) verbindlich festgelegt werden. Ist diese Rahmenbedingung geschaffen, wird sie durch das Fondsmanagement im Detail umgesetzt (siehe Asset Allocation). Angaben über die Anlagepolitik eines Fonds findet man im jeweiligen Verkaufsprospekt.

Anlageregion

Ist das geografische Gebiet in dem der Fonds seine schwerpunktmäßigen Investments tätigt.

Anlagestrategie

siehe Anlagepolitik

  • Anlagepolitik
Anlageziel

Als Anlageziel wird bezeichnet, was das Fondsmanagement erreichen wird. Die Umsetzung des Anlageziels wird durch die Anlagepolitik realisiert.

Anteilschein

Anteilscheine (= Investmentanteile, -zertifikate) sind Wertpapiere die die Ansprüche gegenüber der Kapitalanlagegesellschaft verbriefen. Damit ist das Miteigentum am Fondsvermögen dokumentiert.

Anteilwert

Der Anteilwert ergibt sich aus der Teilung des gesamten Fondsvermögens durch die Zahl der umlaufenden Anteile. Bei Publikumsfonds wird der Anteilwert börsentäglich von der Depotbank unter Aufsicht der Kapitalanlagegesellschaft (KAG) ermittelt. Der Anteilwert ist identisch mit dem Rücknahmepreis, zu dem die KAG Fondsanteile zurücknimmt. Er wird oft zusammen mit dem Ausgabepreis veröffentlicht. Der Ausgabepreis ergibt sich aus der Summe von Anteilwert plus Ausgabeaufschlag und wird ebenfalls börsentäglich veröffentlicht.

Asset Allocation

Als Asset Alocation wird die detalierete Auswahl der Titel aus dem Anlageuniversum beschrieben. Somit handelt es sich um die Umsetzung der Anlagepolitik.

Auflagedatum

Ist der Zeitpunkt an dem der Fonds oder Index von der Gesellschaft lanciert wurde. Oft wird dies Datum mit dem ersten Handelstag gleichgesetzt.

Auschlusskriterien

Bei nachhaltigen Fonds kommt der Definition des Anlageuniversums eine entscheidende Rolle zu. Hierfür werden häufig Ausschlusskriterien oder Negativkriterien verwendet. Eine Investition in Unternehmen aus bestimmten Branchen, Themen Hersteller von bestimmten Produkten oder ähnlichem ist dem Fonds damit nicht erlaubt.

Ausgabeaufschlag

Die einen sagen Ausgabeaufschlag, die anderen Agio. Gemeint ist die Gebühr, die über den Anteilwert des einzelnen Papiers hinausgeht (Differenz zwischen Ausgabepreis und Rücknahmepreis). Die Gebühr dient in erster Linie zur Deckung der Vertriebskosten.

Ausgabepreis

Den Preis, zu dem der Anleger einen Fondsanteil (siehe Anteilschein) kaufen kann, bezeichnet man als Ausgabepreis. Dieser Preis wird aus der Summe von Anteilwert und Ausgabeaufschlag gebildet. Der Ausgabepreis wird in der Regel börsentäglich ermittelt und veröffentlicht.

Ausschüttende Fonds

Nach Beendigung des Geschäftsjahres des Fonds werden die dem Fonds zugeflossenen ordentlichen und evtl. auch ein Teil der außerordentlichen Erträge an die Anteilinhaber ausgeschüttet (Ausnahme: thesaurierende Fonds).