Glossar


Aktienfonds

Ein Aktienfonds ist eine bestimmte Ausprägung eines Investmentfonds. Er investiert nach dem Grundsatz der Risikomischung, im Gegensatz zur Direktanlage, in eine Mischung mehrerer Unternehmen. Dabei kann der Aktienfonds ausschließlich oder zum überwiegenden Teil in Aktien investiert sein. Für die Analyse des Marktes, und die Zusammenstellung des Fondportfolios ist das Fondsmanagement verantwortlich. Der Gewinn ergibt sich aus der Summe der einzelnen Kurswerte im Fonds. Chancen und Risiken von Aktienfonds werden teilweise durch den Einsatz von Derivaten erhöht oder gesenkt. Ein Aktienfonds kann weltweit in Aktien internationaler Unternehmen investieren oder Aktien aus speziellen geographischen (Regionen, Länder) oder wirtschaftlichen (Branchen) Bereichen halten. Auch die Kombination ist denkbar. Darüber hinaus sind in den letzten Jahren eine Reihe von Themenfonds wie z. B. Umwelt-, Ethik- Investmentfonds entstanden.

Allgemeine Vertragsbedingungen

Die Allgemeinen Vertragsbedingungen regeln das Rechtsverhältnis zwischen Anleger und Kapitalanlagegesellschaft (KAG) und gelten für alle Publikumsfonds der KAG jeweils in Verbindung mit den "Besonderen Vertragsbedingungen" der einzelnen Fonds.

Alphafaktor

Das Alpha steht für die sogenannte risikobereinigte Performance eines Anlagefonds, also jenen Teil der Performance, welcher nicht mit der Marktbewegung und dem Marktrisiko erklärt werden kann. Es dient der Beurteilung der Leistung eines Fondsmanagers.

Anlagegrundsätze

siehe Anlagepolitik

  • Anlagepolitik
Anlagehorizont

Anleger verbinden ihre Investitionsentscheidung mit einem zeitlichen Ziel. Der Anlagehorizont bezeichnet dabei die voraussichtliche Dauer des Investments. Unterschieden wird nach kurzfristig (Anlagen bis zu zwei Jahren), mittelfristig (Anlagen zwischen zwei und fünf Jahren) und langfristig (Anlagen zwischen fünf und zehn Jahren oder länger).

Anlagepolitik

Die Anlagepolitik definiert die Rahmenbedingungen bzw. die Schwerpunkte für das Investment eines Fonds, durch deren Umsetzung die Anlageziele erreicht werden sollen. Das Anlageuniversum wird eingegrenzt, indem beispielsweise Länder oder Regionen (Euroland, Emerging Markets etc.), Marktsegmente (Standardwerte, Neuer Markt, etc.) und Wertpapierarten (Aktien- oder Rentenfonds) verbindlich festgelegt werden. Ist diese Rahmenbedingung geschaffen, wird sie durch das Fondsmanagement im Detail umgesetzt (siehe Asset Allocation). Angaben über die Anlagepolitik eines Fonds findet man im jeweiligen Verkaufsprospekt. Bei nachhaltigen Fonds spielt die Anlagepolitik eine entscheidende Rolle, da hierdurch die Titel in den Fonds mitbestimmt werden.

Anlageregion

Ist das geografische Gebiet in dem der Fonds seine schwerpunktmäßigen Investments tätigt.

Anlagestrategie

siehe Anlagepolitik

  • Anlagepolitik
Anlageziel

Als Anlageziel wird bezeichnet, was das Fondsmanagement erreichen wird. Die Umsetzung des Anlageziels wird durch die Anlagepolitik realisiert.

Anteilschein

Anteilscheine (= Investmentanteile, -zertifikate) sind Wertpapiere die die Ansprüche gegenüber der Kapitalanlagegesellschaft verbriefen. Damit ist das Miteigentum am Fondsvermögen dokumentiert.

Anteilwert

Der Anteilwert ergibt sich aus der Teilung des gesamten Fondsvermögens durch die Zahl der umlaufenden Anteile. Bei Publikumsfonds wird der Anteilwert börsentäglich von der Depotbank unter Aufsicht der Kapitalanlagegesellschaft (KAG) ermittelt. Der Anteilwert ist identisch mit dem Rücknahmepreis, zu dem die KAG Fondsanteile zurücknimmt. Er wird oft zusammen mit dem Ausgabepreis veröffentlicht. Der Ausgabepreis ergibt sich aus der Summe von Anteilwert plus Ausgabeaufschlag und wird ebenfalls börsentäglich veröffentlicht.

Asset Allocation

Als Asset Alocation wird die detalierete Auswahl der Titel aus dem Anlageuniversum beschrieben. Somit handelt es sich um die Umsetzung der Anlagepolitik. Allocation hat zum Ziel, die Rendite eines Portfolios zu optimieren und die Risiken zu minimieren. Die kluge Auswahl der Wertpapierarten und Länder sowie deren Gewichtung bestimmen den Ertrag des Portfolios.

Auflagedatum

Ist der Zeitpunkt an dem der Fonds oder Index von der Gesellschaft lanciert wurde. Oft wird dies Datum mit dem ersten Handelstag gleichgesetzt.

Auschlusskriterien

Bei nachhaltigen Fonds kommt der Definition des Anlageuniversums eine entscheidende Rolle zu. Hierfür werden häufig Ausschlusskriterien oder Negativkriterien verwendet. Eine Investition in Unternehmen aus bestimmten Branchen, Themen Hersteller von bestimmten Produkten oder ähnlichem ist dem Fonds damit nicht erlaubt. Ausschlusskriterien für nachhaltiges Investieren können zum Beispiel Kinderarbeit, Menschenrechtsverletzungen, Rüstung, Diskriminierung von Minderheiten, Kernkraft und Tierversuche sein.

Ausgabeaufschlag

Die einen sagen Ausgabeaufschlag, die anderen Agio. Gemeint ist die Gebühr, die über den Anteilwert des einzelnen Papiers hinausgeht (Differenz zwischen Ausgabepreis und Rücknahmepreis). Die Gebühr dient in erster Linie zur Deckung der Vertriebskosten. Der Ausgabeaufschlag wird als Prozentsatz auf Basis des Rücknahmepreises oder des Anlagebetrags berechnet. Die Höhe des Ausgabeaufschlags hängt im Wesentlichen von der Art des Fonds und seinem Anlageschwerpunkt ab. Viele Kapitalanlagegesellschaften (KAG) berechnen - je nach Anlagebetrag - gestaffelte Ausgabeaufschläge und geben daher nur Maximal Werte an.

Ausgabepreis

Den Preis, zu dem der Anleger einen Fondsanteil (siehe Anteilschein) kaufen kann, bezeichnet man als Ausgabepreis. Dieser Preis wird aus der Summe von Anteilwert und Ausgabeaufschlag gebildet. Der Ausgabepreis wird in der Regel börsentäglich ermittelt und veröffentlicht.

Ausschüttende Fonds

Nach Beendigung des Geschäftsjahres des Fonds werden die dem Fonds zugeflossenen ordentlichen und evtl. auch ein Teil der außerordentlichen Erträge an die Anteilinhaber ausgeschüttet (Ausnahme: thesaurierende Fonds). Ordentliche Erträge setzen sich bei Wertpapierfonds aus Dividenden und / oder Zinsen zusammen. Die außerordentlichen Erträge enthalten vor allem Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren. Die Ausschüttungen werden in der Basiswährung des Fonds je Anteil festgesetzt. Der Anteilpreis eines Investmentfonds vermindert sich am Tag der Ausschüttung - bei einer gleichbleibenden Anzahl von Anteilen - um den entnommenen Betrag. Die Ausschüttungen werden im Rechenschaftsbericht, im Bundesanzeiger sowie in der Tagespresse veröffentlicht. Siehe auch: Thesaurierende Fonds.